Der Brot- und Backwarenhersteller Harry-Brot hat zum 1. November den ehemaligen Produktionsstandort der Glockenbrot-Bäckerei in Bergkirchen bei München übernommen, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. Der Standort befand sich zuvor im Besitz der Rewe-Group. Mit der Übernahme wechseln alle 320 Mitarbeiter zu Harry-Brot.
Bis 2028 entsteht Großbäckerei in Erlensee
Das Bundeskartellamt hatte die Übernahme im April freigegeben. Von Bergkirchen aus will Harry-Brot große Teile Süddeutschlands versorgen und die gesamte Produktpalette anbieten. Der Standort ermöglicht es dem Unternehmen nach eigenen Angaben, Brot- und Backwaren absatznah zu produzieren und Logistikkilometer einzusparen.
Neben Bergkirchen plant Harry-Brot den Bau einer Großbäckerei in Erlensee bei Hanau. Diese soll voraussichtlich bis 2028 entstehen und 300 Mitarbeiter beschäftigen. Beide Standorte sind zentral für die Expansion nach Süddeutschland. Bisher belieferte das Unternehmen den Süden hauptsächlich vom Standort Troisdorf bei Köln aus, den es 2024 erweitert hatte.
Harry-Brot spart Logistikkilometer ein
„Unser bisher südlichster Standort in Troisdorf, von dem aus wir einen Großteil unserer Lieferungen in den Süden Deutschlands durchführen, bekommt nun einen Partner bei München, über den wir in der Region für die Region produzieren können“, so Frank Kleiner, Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb. Gerade im Sinne der Nachhaltigkeit freue man sich, viele Logistikkilometer einsparen zu können.
Harry-Brot beschäftigt nach eigenen Angaben über 5.000 Mitarbeiter an elf Standorten. Das Unternehmen mit Sitz in Schenefeld bei Hamburg bezeichnet sich selbst als Marktführer bei Brot- und Backwaren. Das Sortiment umfasst vorgebackene Produkte für Backstationen sowie verpackte Waren wie Schnittbrote, Toast und Brötchen. Der sogenannte Harry-Frischdienst liefert die Backwaren tagesfrisch aus den Großbäckereien in den Lebensmittelhandel.
Erst vor wenigen Wochen hat Harry-Brot mit Arndt Rüsges einen neuen Geschäftsführer für Produktion und Technik bekommen.
