Der Japankäfer breitet sich in Hessen aus und bereitet auch Landwirten große Sorgen. Der hessische Bauernverband teilte mit, dass Experten inzwischen sechs Exemplare des gefräßigen Schädlings im Raum Trebur im Kreis Groß-Gerau gefangen haben. „Die Bedrohung durch den Japankäfer in Hessen ist real“, erklärte eine Sprecherin des Verbandes.
Bei Ansiedelung kaum noch bekämpfbar
Experten entdeckten den aus Asien stammenden Käfer erstmals vor etwa einem Monat in Hessen. Zunächst fanden sie ein einzelnes männliches Exemplar. Inzwischen haben sie fünf weitere Käfer gefangen, darunter auch ein Weibchen. Der Pflanzenschutzdienst beim Regierungspräsidium Gießen vermutet, dass der Schädling als blinder Passagier nach Hessen gelangt ist.
Die Folgen für die Landwirtschaft könnten gravierend sein. „Wenn der Käfer sich erst angesiedelt hat, gilt er als kaum noch bekämpfbar und richtet bei weiterer Verbreitung große Schäden an“, warnte die Sprecherin des Bauernverbandes.
Der Japankäfer hat mehrere Hundert Wirtspflanzen und frisst von Blättern über Blüten bis hin zu Früchten alles kahl. Auch Gärten, Parks und Fußballplätze gefährden die Larven, die sich von Graswurzeln ernähren.
Behörden ergreifen erste Maßnahmen gegen Ausbreitung
Eine Expertin des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie bestätigte das enorme Schadpotenzial des Käfers für den Obst- und Pflanzenbau sowie für den Forst und Hausgärten. Um die Ausbreitung einzudämmen, gelten in der Befallszone bereits strenge Auflagen. So dürfen Landwirte Rasenflächen nicht bewässern, und es gibt Einschränkungen für den Transport von Pflanzen und Erde.
Japankäfer ist meldepflichtig
Der Bauernverband ruft zur Wachsamkeit auf. Urlauber, die aus Italien oder der Schweiz zurückkehren, sollten ihr Gepäck und ihre Fahrzeuge auf Käfer kontrollieren.
Der Japankäfer ist meldepflichtig. Er ist etwa einen Zentimeter groß, hat einen metallisch glänzenden, grünen Kopf, braune Flügel und am Hinterleib fünf weiße Haarbüschel. Die Landwirte hoffen, dass sich die gefundenen Käfer nicht bereits fortgepflanzt haben und keine weiteren unentdeckt bleiben.
In Hessen wurden sechs Exemplare des gefräßigen Japankäfers gefangen. Der aus Asien stammende Schädling bedroht Landwirtschaft und Gärten. Experten warnen vor gravierenden Folgen bei weiterer Ausbreitung.
