Obstbau-Prognose Deutsche Apfelernte steigt auf über eine Million Tonnen

Die deutschen Obstbauern erwarten in diesem Jahr eine überdurchschnittliche Apfelernte von mehr als einer Million Tonnen. Das sind fast 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Baden-Württemberg und Niedersachsen produzieren zusammen mehr als zwei Drittel der deutschen Äpfel.

Montag, 18. August 2025, 10:28 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Milde Temperaturen zur Blütezeit begünstigen die diesjährige Obsternte. Die Betriebe rechnen bei Äpfeln, Pflaumen und Zwetschgen mit mehr Ertrag. Es gibt aber regionale Unterschiede. Bildquelle: LP-Archiv

Die deutschen Obstbauern werden in diesem Jahr voraussichtlich mehr als eine Million Tonnen Äpfel ernten. Dies teilte das Statistische Bundesamt auf Basis einer ersten Ernteschätzung aus dem Juli mit. Die erwartete Erntemenge von 1.009.000 Tonnen liegt 3,9 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre und fast 16 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Apfelproduktion konzentriert sich auf zwei Länder

Die gute Ernte führt das Bundesamt auf die günstigen Bedingungen in diesem Jahr zurück. Zur Blütezeit herrschten milde Temperaturen. Frost und Hagel blieben in den meisten Anbauregionen aus.

Die Apfelproduktion konzentriert sich auf zwei Bundesländer. Baden-Württemberg und Niedersachsen erzeugen mehr als zwei Drittel der heimischen Äpfel. In Baden-Württemberg liegen 11.600 Hektar Anbaufläche, vor allem in der Bodenseeregion. In Niedersachsen befinden sich 8.400 Hektar, überwiegend im Alten Land bei Stade. Insgesamt werden Äpfel in Deutschland auf 32.700 Hektar angebaut.

Pflaumenernten in Bundesländern entwickeln sich unterschiedlich

Die Obstbauern erwarten auch bei Pflaumen und Zwetschgen eine überdurchschnittliche Ernte. Die Betriebe rechnen mit 44.500 Tonnen. Dies sind 1,6 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die größten Anbauflächen für diese Früchte liegen in Baden-Württemberg mit 1.700 Hektar und in Rheinland-Pfalz mit 900 Hektar.

Die Ernteerwartungen in diesen beiden Bundesländern unterscheiden sich allerdings deutlich. Baden-Württemberg erwartet mit 17.200 Tonnen Pflaumen und Zwetschgen fast ein Drittel weniger als im Vorjahr. In Rheinland-Pfalz dagegen wird mit 11.000 Tonnen eine Steigerung um fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet.

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