Agrarmarktentwicklung Landwirtschaftliche Erzeugerpreise sinken leicht

Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte in Deutschland sind im Juni 2025 um 1,1 Prozent gegenüber dem Juni 2024 gesunken. Während sich pflanzliche Erzeugnisse deutlich verbilligten, stiegen die Preise für tierische Produkte an. Besonders auffällig war der Preisrückgang bei Speisekartoffeln um über 60 Prozent.

Freitag, 15. August 2025, 12:03 Uhr
Thomas Klaus
Starker Preissturz bei Speisekartoffeln: Sie kosteten im Juni 2025 64,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Preise für Eier legten dagegen zu. Bildquelle: Getty Images

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland sanken im Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 Prozent. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Gegenüber dem Vormonat Mai 2025 fielen die Preise um 1,7 Prozent.

Gemüse wurde zum Teil deutlich günstiger

Die Preisentwicklung verlief bei pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen gegenläufig. Pflanzliche Produkte verbilligten sich um 20,0 Prozent, während sich Tiere und tierische Erzeugnisse um 12,7 Prozent gegenüber Juni 2024 verteuerten.

Besonders stark fielen die Preise für Speisekartoffeln. Sie kosteten im Juni 2025 beachtliche 64,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Auch Gemüse wurde günstiger. Die Preise für Eissalat sanken um 60,2 Prozent, für Blumenkohl um 30,2 Prozent und für Gurken um 24,9 Prozent. Obst hingegen verteuerte sich um 14,2 Prozent, wobei Tafeläpfel mit einem Plus von 23,8 Prozent hervorstachen.

Milchpreise treiben tierische Erzeugnisse nach oben

Bei den tierischen Erzeugnissen trieb vor allem die Milch die Preise nach oben. Sie kostete im Juni 17,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Preise für Eier stiegen um 8,0 Prozent. Bei den Tieren gab es einen Preisanstieg von 10,1 Prozent, maßgeblich verursacht durch eine Verteuerung von Rindern um 43,5 Prozent. Schweinefleisch wurde dagegen 5,1 Prozent günstiger.

„Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 20,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen“, erklärte das Statistische Bundesamt in seiner Mitteilung. Die Behörde wies darauf hin, dass der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte die Entwicklung der Verkaufspreise der Landwirtschaft ohne Umsatzsteuer misst und damit die Preisentwicklungen auf der ersten Wirtschaftsstufe zeigt.

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