HR-Trendstudie Fachkräftemangel fordert Personalabteilungen heraus

Die Ernährungs- und Genussmittelindustrie steht vor großen personellen Herausforderungen. Eine aktuelle Studie zeigt: Fachkräftemangel und digitale Transformation prägen den Arbeitsalltag. 

Dienstag, 29. Juli 2025, 12:07 Uhr
Thomas Klaus
Mitarbeiter binden: Die neue HR-Studie rät dazu, dass dieser Aspekt aus ökonomischen und organisatorischen Gründen nicht vernachlässigt werden sollte. Bildquelle: Getty Images

Die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) und AFC Personalberatung haben ihre jährliche HR-Trendstudie für die Ernährungs- und Genussmittelindustrie veröffentlicht. An der Studie beteiligten sich 432 Unternehmen, wie die ANG mitteilte.

Besetzung offener Stellen in Produktion und Technik besonders schwierig

Die Ergebnisse zeigen, dass Personalabteilungen in der Branche mancherlei Aufgaben bewältigen müssen. Fachkräftemangel, digitale Transformation und veränderte Wertvorstellungen der Mitarbeiter prägen zunehmend den Arbeitsalltag. Besonders schwierig gestaltet sich die Besetzung offener Stellen in Produktion und Technik.

„In Zeiten des Fachkräftemangels stellen das Recruiting und die Personalbindung die größten Herausforderungen für Personalverantwortliche in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie dar“, erklärte Anselm Elles, Geschäftsführer von AFC Personalberatung. Er betonte: Unternehmen sollten aus ökonomischen und organisatorischen Gründen vorrangig bestehende Mitarbeiter binden. 

Rolle der Personalabteilungen im Wandel

Die Studie unterstreicht auch die wachsende Bedeutung der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen. Kim Cheng, Hauptgeschäftsführerin der ANG, hob hervor: „In puncto gesellschaftlicher Verantwortung sind viele Unternehmen bereits gut aufgestellt – beispielsweise bei der Umsetzung internationaler Menschenrechtsstandards.“ Etwa 80 Prozent der befragten Unternehmen ergreifen nach eigenen Angaben konkrete Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Rolle der Personalabteilungen hat sich laut der Studie gewandelt. Sie agieren nicht mehr nur als Unterstützungsfunktion, sondern zunehmend als strategische Partner und aktive Mitgestalter der Unternehmenszukunft. Themen wie Governance, gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltige Fachkräfteentwicklung rücken dabei in den Fokus.

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