Branchenentwicklung Ernährungsindustrie mit realem Umsatzplus im Inland

Die deutsche Ernährungsindustrie hat im April 2025 ihren preisbereinigten Umsatz um 1,2 Prozent gesteigert. Der Gesamtumsatz belief sich auf 20,6 Milliarden Euro. Trotz Wachstum verschlechterte sich das Geschäftsklima in der Branche deutlich.

Montag, 14. Juli 2025, 13:44 Uhr
Thomas Klaus
Bedeutsame Branche: Die deutschen Lebensmittelhersteller erzielten im April einen Gesamtumsatz von 20,6 Milliarden Euro. Bildquelle: Getty Images

Die deutsche Ernährungsindustrie steigerte im April 2025 ihren preisbereinigten Umsatz um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Darüber informiert die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) in ihrem jüngsten Konjunkturreport. Der Inlandsmarkt wuchs um 2,3 Prozent, während das Auslandsgeschäft um 0,8 Prozent schrumpfte.

Deutlich höhere Ausfuhrpreise

Die Lebensmittelhersteller erzielten im April einen Gesamtumsatz von 20,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem nominalen Zuwachs von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Inland erwirtschaftete die Branche 13,2 Milliarden Euro, ein Anstieg des nominalen Umsatzes um 5,8 Prozent. Das Auslandsgeschäft brachte 7,4 Milliarden Euro ein, ein nominales Plus von 5,3 Prozent.

Für den Anstieg zeichnet unter anderem die deutliche Erhöhung der Ausfuhrpreise um 6,1 Prozent verantwortlich. Die Inlandsverkaufspreise stiegen im selben Zeitraum um 3,4 Prozent. Der Produktionsindex wuchs gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,6 Prozent.

Erzeugerpreise steigen, Geschäftsklima sinkt

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte übertrafen im April das Niveau des Vormonats um 2,3 Prozent und das des Vorjahres um 3,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau Anfang 2020 bedeutet das einen Anstieg von rund 40 Prozent. Der Preisindex für Futterweizen lag gut 15 Prozent über dem Vorjahresniveau, während der Preisindex für Speisekartoffeln gut 40 Prozent darunter lag.

Das Geschäftsklima in der Ernährungsindustrie verschlechterte sich laut Ifo-Geschäftsklimaindex im Juni deutlich. Der Saldo des Geschäftsklimas sank um 7,1 Punkte auf 93,5 Punkte und liegt damit unter der neutralen Marke von 100. Mehr Hersteller erwarten eine Verschlechterung als eine Verbesserung: 10,6 von 100 Befragten rechnen mit einer Verbesserung, 18,4 mit einer Verschlechterung.

Anzeige

SSI Schäfer

Moldauische Weine erobern den deutschen Einzelhandel

Ausgezeichnete Qualität, authentische Rebsorten und attraktive Preise: Moldauische Weine erobern Schritt für Schritt den deutschen Einzelhandel.
Jetzt mehr erfahren

Neue Produkte