Der Fleischkonzern Vion hat das Jahr 2024 mit einem Verlust von 81,3 Millionen Euro abgeschlossen. Dies teilte das Unternehmen mit. Der Verlust fiel damit etwas geringer aus als im Vorjahr, als dieser bei 89,7 Millionen Euro lag. Das Ergebnis wurde nach Angaben des Unternehmens vor allem durch Einmaleffekte aus Wertminderungen, Standortverkäufen und steigenden Personalkosten beeinflusst. Die Wertminderungen und Restrukturierungskosten beliefen sich auf 29,7 Millionen Euro.
Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten sank nach Angaben von Vion um 5,9 Prozent auf 3,13 Milliarden Euro. Das normalisierte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auf 34,7 Millionen Euro zurück. Im Jahr 2023 hatte dieses noch bei 45,5 Millionen Euro gelegen. Das Unternehmen begründete den Rückgang mit einem schwächeren Ergebnis im Bereich Food Service, höheren Rindfleischkosten und gestiegenen Personalkosten. Viehknappheit führte den Angaben zufolge zu hohen Einkaufspreisen.
Vion hat sich nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr von wirtschaftlich schwachen Aktivitäten getrennt. In Deutschland schloss oder verkaufte der Konzern mehrere Standorte. Die Gesamtmenge in Deutschland sank dadurch auf 344 Millionen Kilogramm. Im Jahr 2023 hatte diese noch bei 637 Millionen Kilogramm gelegen. Auch in den Benelux-Ländern ging die Menge zurück, und zwar um 3,2 Prozent auf 1.010 Millionen Kilogramm. Der Bereich Food Service wuchs dagegen um 4,5 Prozent auf 72 Millionen Kilogramm.
Bundeskartellamt stoppt Verkauf der Rindfleischsparte
Der geplante Verkauf der süddeutschen Rindfleischsparte – die letzte Phase der strategischen Neuausrichtung – scheiterte allerdings im Juni 2025 am Veto des Bundeskartellamts. Dies hatte laut Vion aber keine Auswirkungen auf den Betrieb. Die süddeutschen Schlachthöfe bleiben demnach erhalten. Das Unternehmen betonte, dass es sich bei der geplanten Veräußerung um eine strategische Entscheidung gehandelt habe und nicht um Leistungsdefizite der Standorte.
Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben Anfang 2025 die Finanzierung mit allen Partnerbanken verlängert. Die bisherige Geschäftsentwicklung im Jahr 2025 liege über dem Budgetplan und über dem Vorjahresniveau, teilte Vion mit. „2024 bedeutete, schwierige, aber notwendige Entscheidungen zu treffen – und sie konsequent umzusetzen“, zitierte das Unternehmen Vorstandschef Tjarda Klimp in der Mitteilung.