Der Verband Deutscher Sektkellereien und der Bundesverband Wein und Spirituosen International haben beim Marktforschungsinstitut Civey eine repräsentative Umfrage zur Wahrnehmung alkoholischer Getränke in Deutschland in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Mehrheit der Deutschen Sekt, Wein und Spirituosen als Kulturgut betrachtet und einen moderaten Konsum befürwortet. Diese Einschätzung deckt sich aus Sicht der Verbände mit der Bewertung der Unesco-Kommission, die sowohl die deutsche Weinkultur als auch die handwerkliche Kunst der Destillation zum immateriellen Kulturerbe erklärt hat.
Jeder Dritte genießt am liebsten in Clubs und Bars
Die Umfrage ergab zudem, dass alkoholische Getränke für viele Deutsche ein wichtiger Teil des sozialen Lebens sind. 60 Prozent der Befragten stoßen bei Feiern und Festen mit alkoholischen Getränken an. Jeder Zweite genießt sie gemeinsam mit Freunden und Familie, während mehr als 40 Prozent sie als Begleitung zum Essen schätzen.
Jeder Dritte genießt alkoholische Getränke am liebsten beim Ausgehen in Clubs und Bars. Bemerkenswert ist hierbei, dass dieser Verwendungskontext in der Altersgruppe von 30 bis 39 Jahren deutlich am stärksten genannt wird. Die jüngste Altersgrupe liegt hingegen im Gesamtdurchschnitt.
Verbände: Moderater Genuss ist gesellschaftlicher Konsens
Fast 70 Prozent der Befragten sprechen sich für einen verantwortungsvollen und wohldosierten Genuss alkoholischer Getränke in der Gesellschaft aus. 42 Prozent meinen, dass man diese in Maßen konsumieren sollte. Weniger als 10 Prozent befürworten einen grundsätzlichen Konsumverzicht.
„Der moderate Genuss von Sekt, Wein und Spirituosen ist demnach gesellschaftlicher Konsens in Deutschland – für eine große Mehrheit der Deutschen ist Lebensfreude mit dem Konsum alkoholischer Getränke und mit einem persönlichen Gesundheitsbewusstsein vereinbar“, fasst Alexander Tacer, Geschäftsführer der beiden Verbände, die Ergebnisse zusammen.
Die Umfrage fand im April 2025 unter 5.000 Personen ab 18 Jahren statt. Sie liefert erste Antworten in der zuletzt intensivierten medialen Debatte um gesundheitsverträglichen Konsum alkoholischer Getränke.
