Messenger-Monetarisierung Whatsapp startet Werbung im Status-Bereich

Der Messengerdienst Whatsapp führt erstmals Werbeanzeigen ein. Die Anzeigen sollen ausschließlich im Status-Bereich erscheinen, den täglich 1,5 Milliarden Menschen nutzen. Whatsapp verspricht dabei, private Nachrichten nicht für Werbezwecke zu verwenden.

Dienstag, 17. Juni 2025, 09:18 Uhr
Theresa Kalmer
Meta plant, mit Whatsapp kräftig Kasse zu machen – und setzt dabei auf Werbung. Bildquelle: Getty Images

Der Messengerdienst Whatsapp führt Werbung ein. Die Anzeigen sollen im Status-Bereich der App erscheinen, wie Whatsapp mitteilte. Zudem können Unternehmen künftig ihre Kanäle bewerben.

Whatsapp will mit den neuen Funktionen ein Geschäftsmodell entwickeln, das die persönlichen Chats der Nutzer nicht stört. Die Werbung soll ausschließlich im sogenannten Aktuelles-Tab erscheinen, in dem Kanäle und Statusmeldungen angezeigt werden. Diesen Tab nutzen nach Angaben von Whatsapp täglich 1,5 Milliarden Menschen.

Für die Auswahl der Werbeanzeigen will Whatsapp nur eingeschränkte Informationen verwenden. Dazu gehören nach eigenen Angaben das Land oder die Stadt der Nutzer, deren Sprache, die abonnierten Kanäle und die Interaktionen mit Anzeigen. Bei Nutzern, die Whatsapp ihrer Meta-Kontenübersicht hinzugefügt haben, will der Messengerdienst auch deren Werbepräferenzen und Anzeigeninformationen aus anderen Meta-Konten verwenden.

Whatsapp verspricht Schutz der Privatsphäre

Die persönlichen Nachrichten, Anrufe und Statusmeldungen der Nutzer bleiben nach Angaben von Whatsapp Ende-zu-Ende-verschlüsselt. „Wir verkaufen oder teilen deine Telefonnummer niemals mit Werbetreibenden“, teilte der Messengerdienst mit. Auch die persönlichen Nachrichten, Anrufe und Gruppen der Nutzer sollen nicht zur Auswahl von Werbeanzeigen verwendet werden.

Neben der Werbung führt Whatsapp auch kostenpflichtige Kanalabonnements ein. Nutzer können damit gegen eine monatliche Gebühr exklusive Inhalte von Kanälen abonnieren.

Laut einem Medienbericht erfolgt der Rollout der neuen Werbefunktionen gestaffelt und strategisch geplant. Meta beginnt zunächst in Märkten außerhalb der Europäischen Union – insbesondere in Asien, Afrika und Lateinamerika. Hintergrund sei die Vorsicht des Konzerns angesichts der strengen Datenschutzvorgaben durch die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sowie den Digital Markets Act.

Eine Ausweitung auf Deutschland und andere EU-Länder sei geplant, allerdings nennt Meta keinen konkreten Zeitrahmen. Der globale Rollout soll sich über die kommenden Monate erstrecken – parallel dazu wolle der Konzern die jeweiligen rechtlichen Anforderungen in den verschiedenen Regionen erfüllen.

Anzeige

SSI Schäfer

Moldauische Weine erobern den deutschen Einzelhandel

Ausgezeichnete Qualität, authentische Rebsorten und attraktive Preise: Moldauische Weine erobern Schritt für Schritt den deutschen Einzelhandel.
Jetzt mehr erfahren

Neue Produkte