Die globale Beautybranche steht vor einer deutlichen Wachstumsabschwächung. Das jährliche Wachstum wird bis 2030 auf 3 bis 5 Prozent zurückgehen. Das hat die Unternehmensberatung McKinsey in einer gemeinsam mit dem Fachmedium Business of Fashion veröffentlichten Studie herausgefunden. In den Jahren 2022 bis 2024 hatte die Branche noch Wachstumsraten von 7 Prozent erreicht.
Chinesischer Markt wächst nur um 4 Prozent
Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher erweist sich als größtes Wachstumshemmnis. 54 Prozent der für die Studie befragten Führungskräfte bewerten diesen Faktor als besonders kritisch. „Das Wachstum in der Beauty-Branche stockt“, sagt Tiffany Wendler, Associate Partner bei McKinsey in Stuttgart. Die Unternehmen müssten sich auf veränderte Verbraucherpräferenzen einstellen.
Die Wachstumsaussichten unterscheiden sich regional stark. Während der Markt in den USA bis 2030 um 1 Prozent und in Europa um 2 Prozent schrumpfen wird, erwarten die Studienautoren für den Mittleren Osten ein Wachstum von 10 Prozent. In Lateinamerika rechnen sie mit einem Plus von 7 Prozent. Der chinesische Markt wird den Angaben zufolge nur um 4 Prozent wachsen.
Parfümsparte verzeichnet stärkstes Wachstum
Das stärkste Wachstum verzeichnet die Parfümsparte mit 6 Prozent. Hier profitiert die Branche von einem gestiegenen Interesse junger Konsumenten an hochwertigen Düften. Die Kategorien Haut- und Haarpflege sowie Farbkosmetik wachsen jeweils um 5 Prozent pro Jahr. Die Bereitschaft der Verbraucher, höhere Preise zu akzeptieren, sinkt in diesen Segmenten.
Der Online-Handel gewinnt weiter an Bedeutung. Bis 2030 könnte fast ein Drittel des weltweiten Beauty-Umsatzes über digitale Kanäle abgewickelt werden, so McKinsey. 2024 lag dieser Anteil noch bei 26 Prozent. Die stationären Geschäfte bleiben aber wichtig für das Kennenlernen neuer Produkte.
