Produzierendes Gewerbe Nahrungsmittelindustrie mit klarem Plus bei Produktion

Die Situation im produzierenden Gewerbe hat sich in Deutschland im April 2025 verschlechtert. Denn sie ist um 1,4 Prozent zurückgegangen. Positive Entwicklungen zeigten sich hingegen neben dem Baugewerbe in der Nahrungsmittelindustrie.

Freitag, 06. Juni 2025, 10:35 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Ausnahme von der Regel: Die Nahrungsmittelindustrie hat sich im Vergleich zu anderen Branchen gut behauptet. Bildquelle: Getty Images

Die Produktion im produzierenden Gewerbe Deutschlands ist im April 2025 deutlich gesunken. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die preisbereinigte Produktion gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent zurückging. Im Vergleich zum April 2024 fiel die Produktion um 1,8 Prozent.

Rückgänge in zahlreichen Wirtschaftsbereichen

Viele Wirtschaftsbereiche verzeichneten Rückgänge. Die Pharmaindustrie brach mit einem Minus von 17,7 Prozent gegenüber dem Vormonat besonders stark ein. Der Maschinenbau schrumpfte um 2,4 Prozent. Positiv entwickelte sich hingegen neben dem Baugewerbe mit einem Plus von 1,4 Prozent auch die Nahrungsmittelindustrie, die um 5,7 Prozent wuchs.

Die Industrieproduktion, also das produzierende Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe, sank im April um 1,9 Prozent gegenüber März. Innerhalb der Industrie ging die Produktion von Investitionsgütern um 2,3 Prozent zurück, von Vorleistungsgütern um 1,9 Prozent und von Konsumgütern um 1,5 Prozent. Die Energieerzeugung schrumpfte um 1,6 Prozent.

Energieintensive Branchen besonders betroffen

Besonders besorgniserregend entwickelten sich die energieintensiven Industriezweige. Hier sank die Produktion im April um 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum April 2024 lag die energieintensive Produktion sogar um 2,7 Prozent niedriger.

Die aktuellen Zahlen deuten auf eine Abschwächung der Konjunktur hin. Der weniger volatile Dreimonatsvergleich zeigt jedoch ein leicht positiveres Bild: Von Februar bis April 2025 wuchs die Produktion um 0,5 Prozent gegenüber den drei Monaten zuvor. Zudem korrigierte das Statistische Bundesamt den Produktionsanstieg für März nach oben. Die Behörde gab bekannt, dass die Produktion im März gegenüber Februar um 2,3 Prozent stieg, nach einer vorläufigen Schätzung von 3,0 Prozent.

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