Der Spirituosenhersteller Mast-Jägermeister hat 6,7 Millionen Euro in die Erweiterung seiner Produktion am Stammsitz in Wolfenbüttel investiert. Nach achtmonatiger Bauzeit nahm das Unternehmen einen neuen Mazerationsbereich in Betrieb.
Extraktionsprozess dauert mehrere Wochen
Die neue Anlage umfasst acht Mazerationsgefäße und acht Sammeltanks auf einer Fläche von etwa 550 Quadratmetern. Dafür baute das Unternehmen einen bestehenden Gebäudeteil um. Bei der Mazeration werden nach Unternehmensangaben 56 natürliche Zutaten wie Kräuter, Blüten, Wurzeln und Früchte gemahlen und mit einem Alkohol-Wasser-Gemisch angesetzt. Dieser Extraktionsprozess bei Raumtemperatur dauert mehrere Wochen.
Die neuen Mazerationsgefäße verfügen laut Unternehmen über eine optimierte Geometrie und ein automatisiertes Reinigungssystem. Dies soll eine effizientere und ressourcenschonendere Produktion bei gleichzeitig hoher Prozessstabilität ermöglichen.
Ratsch: Investition in Vertrauen und nicht nur in Technik
„Wir investieren nicht nur in Technik, sondern in Vertrauen“, erklärte Vorstandsmitglied Christopher Ratsch. Das Unternehmen entschied sich bewusst für einen Umbau im Bestand statt eines Neubaus – nach eigenen Angaben die aufwendigere und kostenintensivere, aber ressourcenschonendere Variante.
„Wolfenbüttel ist unser Zuhause – hier liegen unsere Wurzeln, und hier gestalten wir die Zukunft der Marke Jägermeister“, fügte der Aufsichtsratsvorsitzende Florian Rehm hinzu. Mit der Investition bekenne sich das Unternehmen zum Stammsitz.
