Die Anbaufläche für Hafer wächst in Deutschland im Erntejahr 2025 auf rund 183.300 Hektar, wie das Statistische Bundesamt und der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS) mitteilten. Dies entspricht einem Anstieg von knapp 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu 2023 beträgt der Zuwachs sogar rund 30 Prozent.
Schumacher: Anstieg ein wichtiges Signal
Die deutschen Schälmühlen verarbeiteten im Jahr 2024 nach Angaben des VGMS knapp 700.000 Tonnen Hafer zu Produkten wie Flocken, Müslis oder Getränken. Dies ist mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2008. Trotz der wachsenden Anbaufläche reicht die Inlandsproduktion bislang nicht aus, um den Bedarf zu decken. Bis März wurden bereits mehr als 380.000 Tonnen Hafer importiert, so der Verband.
„Dieser Anstieg ist ein wichtiges Signal“, so Ulrich Schumacher, Sprecher der Schälmühlen beim VGMS. „Er zeigt, dass unsere gemeinsam mit der Landwirtschaft getragene Initiative Wirkung zeigt.“ Der Verband sieht nach eigenen Angaben noch weiteres Potenzial, da der Markt für regionalen Hafer weiter wachse.
Die seit 2019 bestehende Haferanbau-Initiative des VGMS will Landwirte für den Haferanbau gewinnen. Die Pflanze gilt als agronomisch vorteilhaft, da sie mit wenig Dünger auskommt, kaum Pflanzenschutzmittel benötigt und die Bodenstruktur verbessert.
