Statistisches Bundesamt Produktion von Fertiggerichten steigt um ein Viertel

Hersteller in Deutschland produzierten 2024 rund 1,7 Millionen Tonnen Fertiggerichte – ein Viertel mehr als fünf Jahre zuvor. Nudelgerichte legten besonders stark zu. Trotzdem verbringen die Menschen nicht weniger Zeit in der Küche.

Mittwoch, 14. Januar 2026, 09:30 Uhr
Theresa Kalmer
In Deutschland werden immer mehr Fertiggerichte produziert. Besonders beliebt sind dabei Nudelgerichte. Bildquelle: Getty Images

Die Produktion von Fertiggerichten in Deutschland ist binnen fünf Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2024 stellten Hersteller hierzulande 1,7 Millionen Tonnen Fertiggerichte im Wert von 5,9 Milliarden Euro her, wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Internationalen Grünen Woche mitteilte. Fünf Jahre zuvor waren es noch 1,4 Millionen Tonnen im Wert von 4,1 Milliarden Euro. Die Menge legte damit um 25,6 Prozent zu, der Nominalwert um 45,4 Prozent.

Den größten Zuwachs verzeichneten Nudelgerichte. Deren Produktion stieg von 345.000 Tonnen im Jahr 2019 auf 539.000 Tonnen im Jahr 2024, ein Plus von 56,4 Prozent. Der Wert der hergestellten Nudelgerichte kletterte im selben Zeitraum von 643 Millionen Euro auf 957 Millionen Euro, was einem nominalen Anstieg von 48,9 Prozent entspricht. Auch bei Fleischgerichten wuchs die Produktion kräftig: Die Menge nahm um 43,2 Prozent von 221.000 Tonnen auf 316.000 Tonnen zu, der Wert sogar um 71,3 Prozent von 907,5 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro.

Gemüse-Fertiggerichte legten mengenmäßig um 7,2 Prozent auf 197.000 Tonnen zu, wertmäßig um 54,3 Prozent auf 549 Millionen Euro. Lediglich bei Fischgerichten sank die produzierte Menge um 7,2 Prozent von 24.000 Tonnen auf 22.000 Tonnen. Der Wert der Fischgerichte stieg dennoch um 7,9 Prozent von 193 Millionen Euro auf 208 Millionen Euro.

Hersteller steigern Produktion auch 2025 weiter

In den ersten drei Quartalen 2025 setzte sich der Produktionsanstieg fort. Hersteller produzierten Fertiggerichte im Wert von 4,5 Milliarden Euro, ein nominales Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte. Mengenangaben für diesen Zeitraum liegen nicht vor.

Trotz des wachsenden Angebots an Fertiggerichten verbringen Menschen in Deutschland nicht weniger Zeit mit der Essenszubereitung. Im Schnitt wenden sie 41 Minuten täglich für die Zubereitung von Mahlzeiten und die damit verbundene Küchenarbeit auf, wie aus der Zeitverwendungserhebung 2022 hervorgeht. Zehn Jahre zuvor waren es 40 Minuten. Frauen und Mädchen verwendeten 2022 im Schnitt 53 Minuten täglich für Kochen, Backen, Tischdecken und Geschirrspülen, Jungen und Männer 29 Minuten. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern hat sich damit verringert: 2012 lag die Zeitspanne bei Frauen und Mädchen noch bei 55 Minuten, bei Jungen und Männern bei 24 Minuten.

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