Tagung des BVH Hähnchenerzeuger stehen vor Herausforderungen

Der Bundesverband bäuerlicher Hähnchenerzeuger (BVH) hat in Ascheberg im Landkreis Coesfeld seine Jahresversammlung abgehalten. Neben wirtschaftlichen Themen stand besonders das Thema Tierwohl im Fokus.

Freitag, 23. Mai 2025, 11:57 Uhr
Thomas Klaus
Geflügelfleisch steht bei den Deutschen hoch im Kurs, doch Hähnchenerzeuger sehen sich mit Herausforderungen konfrontiert. Bildquelle: Getty Images

Der Bundesverband bäuerlicher Hähnchenerzeuger (BVH) hat seine jährliche Mitgliederversammlung in Ascheberg abgehalten. Die Veranstaltung stand im Zeichen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen für die Branche, wie der Verband mitteilte. 

Ministerin sicherte Dialogbereitschaft zu

Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung der Geflügelwirtschaft für die regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit. Sie sicherte Dialogbereitschaft zu, wenn es um das Weiterentwickeln der Tierhaltungspolitik geht.

Hans-Peter Goldnick, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), forderte planbare und verlässliche politische Rahmenbedingungen. „Wir brauchen Investitionssicherheit für unsere Betriebe“, unterstrich er. Die Branche rief er zu einem geschlossenen Auftreten auf.

Interner Teil mit einigen Tagesordnungspunkten

Im internen Teil der Versammlung diskutierten die Teilnehmer den Jahresbericht des Vorsitzenden Philipp Beckhove, die wirtschaftliche Lage der Hähnchenmast und den Jahresabschluss 2024. Der Haushaltsplan für 2026 wurde nach intensiver Diskussion verabschiedet. 

Sabine Loch, Leiterin der Unit Food beim Rheingold Institut, stellte Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Image der Geflügelwirtschaft vor. Dabei wurde klar, wie stark gesellschaftliche Wahrnehmung und der Kommunikationsstil die Akzeptanz der Branche beeinflussen.

BVH vertritt 95 Prozent der Hähnchenhalter

Prof. Dr. Isabelle Ruhnke von der Freien Universität Berlin referierte über das „Fangen und Tragen von Nutzgeflügel“ – ein Thema, das laut BVH in Politik und Öffentlichkeit zunehmend Beachtung findet.

Der BVH vertritt nach eigenen Angaben rund 95 Prozent der deutschen Hähnchenhalter und fungiert seit 1962 als Interessenvertretung der deutschen Hähnchenwirtschaft.

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