Konjunkturprognose korrigiert Wirtschaftsweise erwarten Stagnation für Deutschland

Der Sachverständigenrat erwartet für 2025 keine Veränderung des Bruttoinlandsprodukts. Die Experten korrigieren damit ihre bisherige Wachstumsprognose von 0,4 Prozent nach unten. Die Arbeitslosenquote steigt voraussichtlich auf 6,2 Prozent.

Mittwoch, 21. Mai 2025, 11:10 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Die Wirtschaft in Deutschland, hier der Potsdamer Platz in Berlin, soll in diesem Jahr stagnieren. Bildquelle: Getty Images

Die deutsche Wirtschaft stagniert im Jahr 2025. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Die Experten erwarten für 2025 keine Veränderung des Bruttoinlandsprodukts, wie sie in Berlin mitteilten. Im Herbst hatten sie noch ein Wachstum von 0,4 Prozent prognostiziert.

Die Wirtschaft befinde sich weiterhin in einer ausgeprägten Schwächephase, teilten die Wirtschaftsweisen mit. Für 2026 rechnen sie mit einem Wachstum von 1 Prozent. Die Experten sehen mehrere Gründe für die anhaltende Konjunkturflaute: Bürokratische Anforderungen und lange Genehmigungsverfahren bremsen das Wachstum. Auch die unberechenbare Zollpolitik der USA belaste die exportorientierte deutsche Wirtschaft.

Die wirtschaftliche Schwäche wirkt sich auf den Arbeitsmarkt aus. Die Wirtschaftsweisen erwarten einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,2 Prozent im Jahr 2025. Bei der Inflation rechnen sie mit einem weiteren Rückgang auf durchschnittlich 2,1 Prozent in diesem Jahr und 2,0 Prozent im kommenden Jahr. Diese Prognose sei allerdings noch mit großer Unsicherheit behaftet, erklärte das Ratsmitglied Veronika Grimm.

Bundesregierung plant 500-Milliarden-Investitionspaket

Die neue Bundesregierung plant ein 500 Milliarden Euro schweres kreditfinanziertes Paket für Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz. „Das Finanzpaket bietet eine große Chance: Richtig eingesetzt können die Mittel Deutschland zukunftsfähig machen und die Volkswirtschaft wieder auf einen höheren Wachstumspfad führen“, zitierte der Rat das Mitglied Achim Truger. Die Experten fordern klare gesetzliche Leitplanken für den Einsatz der Mittel.

Die Wirtschaftsweisen mahnen einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik an. „Eine Wirtschaftspolitik, die darauf setzt, den Strukturwandel mit Subventionen aufzuhalten, kann auf Dauer nicht erfolgreich sein“, erklärte die Ratsvorsitzende Monika Schnitzer. Stattdessen solle die Regierung gezielt den Übergang in neue Geschäftsmodelle und Berufe fördern.

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