Die deutsche Ernährungsindustrie erlitt im Februar 2025 einen preisbereinigten Umsatzrückgang von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies teilte der Branchenverband BVE mit. Der Inlandsmarkt schrumpfte um 4,0 Prozent, das Auslandsgeschäft um 1,8 Prozent.
Auslandsgeschäft wuchs nominal um 5,8 Prozent
Trotz des realen Rückgangs erzielten die Lebensmittelhersteller einen nominalen Umsatz von 18,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Inland erwirtschaftete die Branche 11,7 Milliarden Euro, ein Rückgang des nominalen Umsatzes um 0,9 Prozent. Das Auslandsgeschäft wuchs nominal um 5,8 Prozent auf 7,0 Milliarden Euro.
Der Anstieg des nominalen Auslandsumsatzes resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Ausfuhrpreise um 7,8 Prozent. Die Inlandsverkaufspreise stiegen im selben Zeitraum um 3,3 Prozent. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent.
Stimmung in der Branche bleibt gedrückt
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte übertrafen im Februar das Vorjahresniveau um 2,6 Prozent und das Vorkrisenniveau von Anfang 2020 um 37 Prozent. Besonders stark verteuerte sich Futterweizen, dessen Preis 25 Prozent über dem Vorjahresniveau lag. Der Preis für Zuckerrüben fiel hingegen um knapp 27 Prozent unter das Vorjahresniveau.
Die Stimmung in der Ernährungsindustrie bleibt gedrückt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für die Branche sank im April leicht und liegt mit 93,5 Punkten weiter unter der neutralen Marke von 100. Die Zahl der Hersteller mit negativen Geschäftserwartungen übersteigt die der Hersteller mit positiven Erwartungen deutlich.