Oliver Gloden führt künftig den Verband Deutscher Sektkellereien. Die Mitglieder wählten den Manager von Schloss Wachenheim einstimmig zum Präsidenten. Er folgt auf Christof Queisser, der nach über elf Jahren im Vorstand, davon knapp sechs als Präsident, ausgeschieden ist.
Neuer Vorstand für die nächsten drei Jahre
Queisser verlässt den Verband wegen seines Wechsels zur Beteiligungsgesellschaft Maxingvest im April 2025. Mit ihm verabschiedeten die Mitglieder auch Markus Jost, bisher Vizepräsident, und Andreas Brokemper aus dem Vorstand.
Für die kommenden drei Jahre bestimmten die Mitglieder einen neuen Vorstand. Philipp Gattermayer von Henkell Freixenet rückt zum Vizepräsidenten auf. Neu im Gremium sitzt Silvia Wiesner, seit April 2025 an der Spitze von Rotkäppchen-Mumm. Christopher Baur (Kessler), Ralph Fischer (Hans Sartor), Christian Meier (J. Oppmann) und Christian Schätzle (Badischer Winzerkeller) bleiben Beisitzer.
Verband Deutscher Sektkellereien diskutiert Alkoholpolitik
Der neue Präsident Gloden erklärte: „In einer Zeit großer Herausforderungen aber auch Chancen wollen wir gemeinsam mit unseren Partnerverbänden die Branchenstimme nach außen hin stärken und uns für einen festen Platz unserer Produkte in der Mitte der Gesellschaft stark machen.“
Die Mitgliederversammlung befasste sich vor allem mit alkoholpolitischen Entwicklungen in Deutschland und der EU. Marjana Martinic, Chefin von MM Science & Policy Advisors aus der US-Hauptstadt Washington D.C., ordnete die Debatte um gesundheitliche Folgen von moderatem Alkoholkonsum ein. Sie folgerte, verantwortungsvoller Genuss und Gesundheit widersprächen sich aus wissenschaftlicher Sicht nicht.
Schweickert: Vertrauen in mündige Bürger
Bei der anschließenden Abendveranstaltung mit dem Bundesverband Wein und Spirituosen International warb Professor Dr. Erik Schweickert, FDP-Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg, für Vertrauen in die Mündigkeit der Bürger beim Alkoholgenuss. Er lehnte Verbote ab und forderte stattdessen gezielte Informationen. Das Vertrauen in die individuelle Entscheidungsfreiheit müsse gestärkt und durch gezielte Informationsmaßnahmen unterstützt werden.
