Danone wendet sich mit einem Katalog mit ernährungspolitischen Vorschlägen zur Förderung einer gesünderen Ernährung auch an die Adresse der neuen Bundesregierung. Der Lebensmittelhersteller präsentierte die Vorschläge bei einem parlamentarischen Frühstück in Berlin.
Trechman: Erreichtes reicht noch lange nicht aus
Der Konzern sieht im aktuellen Regierungsprogramm Anknüpfungspunkte für ernährungspolitische Maßnahmen. Die Vorschläge zielen darauf ab, Verbrauchern gesündere Essgewohnheiten zu ermöglichen, eine flexitarische Ernährung zu fördern und Patienten mit krankheitsbedingter Mangelernährung besser zu unterstützen.
„Wir haben in den letzten Jahren viele Schritte unternommen: Rezepturen verbessert, Zucker reduziert, Nährstoffe optimiert und die Verbraucher transparent informiert. Doch wir sind uns bewusst, dass dies noch lange nicht ausreicht.“ Das erklärte Richard Trechman, Geschäftsführer von Danone für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Danone fordert Steueranreize und Bildungsmaßnahmen
Zu den Vorschlägen gehört die Fortführung der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie mit Zielen für weniger Zucker und Fett in Lebensmitteln, insbesondere bei Produkten für Kinder ab drei Jahren. Danone fordert zudem einen ermäßigten Steuersatz für pflanzenbasierte Milchalternativen und will deren Anreicherung mit Vitaminen und Mineralstoffen fördern. Die Bezeichnung pflanzlicher Drinks und Joghurtalternativen sollte nicht weiter eingeschränkt werden.
Der Lebensmittelhersteller plädiert außerdem für eine altersgerechte Ernährungsbildung in allen Bildungsstufen und eine verbesserte, einheitliche und wissenschaftsbasierte Nährwertkennzeichnung auf europäischer Ebene. Darüber hinaus sollen Patienten mit speziellen Ernährungsbedürfnissen mehr Unterstützung erhalten.
Einladung zu einem breiten Dialog
Danone betont, dass die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen zu einem nachhaltig gesünderen Ernährungsverhalten in Deutschland beitragen könne. Das Unternehmen lädt alle Akteure aus Politik, Gesellschaft und Lebensmittelindustrie zu einem Dialog ein, um Maßnahmen zu entwickeln, die eine gesündere Ernährung für alle erleichtern.
