Zahlen des Ifo-Institutes Lebensmittelhersteller leiden am wenigsten unter Auftragsflaute

In der deutschen Industrie berichten 47,7 Prozent der Unternehmen von fehlenden Aufträgen. Doch die Hersteller von Getränken sowie Nahrungs- und Futtermitteln zeigen sich mit 18,7 beziehungsweise 18,5 Prozent deutlich robuster. Sie stehen sogar am unteren Ende der Rangliste. Das hat das Münchner Ifo-Institut ermittelt. 

Montag, 11. November 2024, 13:01 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Bildquelle: Nordzucker

Die Hersteller von Getränken sowie von Lebensmitteln und Futtermitteln zeigen sich vom aktuellen Auftragsmangel in der deutschen Industrie weniger betroffen als andere Branchen. Nur 18,7 beziehungsweise 18,5 Prozent der Unternehmen aus diesem Bereich klagen über fehlende Aufträge. Das hat das Münchner Ifo-Institut per Umfragen herausgefunden. Damit stehen sie sogar am unteren Ende der Rangliste.

Die ersten drei Plätze nehmen Metallerzeugung und -bearbeitung mit 68,3 Prozent, Herstellung von Metallerzeugnissen mit 59,9 Prozent und Gummi- und Kunststoffwaren mit 59,6 Prozent ein.

Kaum eine Branche bleibt verschont

In der Gesamtwirtschaft, also über das Verarbeitende Gewerbe hinaus, hat sich der Auftragsmangel dagegen weiter verschärft und den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2009 erreicht. Im Oktober berichteten 41,5 Prozent der Unternehmen über fehlende Aufträge, ein Anstieg um 2,1 Prozentpunkte gegenüber Juli.

„Der Mangel an Aufträgen hemmt weiterhin die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland“, so Umfrageleiter Klaus Wohlrabe. Kaum eine Branche bleibe verschont. Gerade die Kernbranchen wie Maschinenbau, Metall- und Elektroindustrie sorgten sich.

Dramatische Situation ebenfalls im Handel

Im Handel stellt sich die Situation ebenfalls dramatisch dar. Dort berichten 65,5 Prozent der Betriebe von fehlenden Aufträgen - der höchste Wert seit mindestens 2006. Das liege vor allem am Großhandel, der hier an der Industrie hänge, sagt Wohlrabe. Doch auch im Einzelhandel ist die Nachfrage mit 56,4 Prozent klagender Unternehmen so schlecht wie seit 2008 nicht mehr.

Bei den Dienstleistern fällt die Lage mit 32,1 Prozent der Unternehmen, die über Auftragsmangel klagen, etwas besser aus.

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