Der englische Fußballstar Harry Kane, seit Sommer 2023 beim FC Bayern München unter Vertrag, investiert in die Porridge-Marke 3 Bears. Es ist sein erstes Investment in Deutschland: Kane wird Gesellschafter und Markenbotschafter. Ab November wird sein Gesicht auf der Porridge-Linie des Hafer Spezialisten zu sehen sein. Er kreiert gerade sein eigenes Sortiment und will 3 Bears beim Markeneintritt in Großbritannien helfen.
Dreiteilige Mini-Doku auf Instagram und Tiktok
Mit einer dreiteiligen Mini-Doku auf Instagram und Tiktok, die an die Serie „The Office“ erinnert, nutzt das Familienunternehmen Kanes Reichweite aus. „Über Social Media wollen wir direkt seine Fans erreichen“, sagt Caroline Nichols (links), Co-Gründerin von 3 Bears. 17,3 Millionen Menschen folgen dem englischen Nationalspieler auf Instagram. Das Unternehmen erreicht auf Instagram 114.000 Menschen. Zum Vergleich: Hafer-Spezialist Kölln folgen 26.400 Nutzer.
Traditionelle Unternehmen tun sich im Netz im Vergleich zu Start-ups oft schwerer: auch weil Influencer lieber mit jungen Unternehmen kooperieren, die ihre eignen Werte offensiv teilen. „Ich liebe Social Media dafür, dass dort alle die gleichen Chancen haben“, sagt Caroline Nichols. Gemeinsam mit ihrem Mann Tim (rechts) gründete sie 2016 das Unternehmen, mit dem Ziel den britischen Klassiker Porridge nach Deutschland zu bringen. „2016 waren wir die einzigen; jetzt hat Porridge im Lebensmittelhandel ein eigenes Segment.“
Die Produktpalette von 3 Bears umfasst Porridge, Overnight Oats, Müsli, Haferriegel und Nussbutter. Hauptabsatzkanal war in den Unternehmensanfängen der eigene Onlineshop. Heute macht 3 Bears etwa die Hälfte des Umsatzes stationär.
Nachfrage nach Hafer-Produkten wächst zweistellig
„Ich glaube nicht daran, dass Lebensmittel-Marken, die nur online vertrieben werden, dauerhaft erfolgreich sein können“, ist Nichols überzeugt. Menschen seien immer omnichannel unterwegs. Viele 3-Bears-Produkte sind im Lebensmittelhandel in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu finden. Auch an Tankstellen, Bahnhöfen und Airlines werden zum Beispiel die Haferriegel verkauft. Die Nachfrage nach Hafer-Produkten wächst beständig, 2023 sogar zweistellig.
3 Bears plant im Januar auch Aktionen im deutschen Lebensmittelhandel. „Der Großteil unseres Marketing-Budgets fließt aber eindeutig in digitale Kanäle“, so Nichols.
