Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) erwartet für 2024 eine durchschnittliche Streuobsternte von rund 500.000 Tonnen, nach nur 300.000 Tonnen im Vorjahr. Die Ernte werde regional jedoch sehr unterschiedlich ausfallen, erklärte VdF-Geschäftsführer Klaus Heitlinger in einer Mitteilung des Verbands. Während in Ost- und Norddeutschland die Ernteerwartungen gering seien, zeige sich in Baden-Württemberg ein gemischtes Bild. In Bayern rechne der Verband weitgehend mit einer guten Ernte.
Die Baumbestände hätten in den letzten Jahren unter Dürresommern gelitten. Dies führe zu vermehrten Frucht- und Blütekrankheiten. Zudem seien die Äpfel in diesem Jahr durch Hagelschlag geschädigt.
Der VdF führt seit 30 Jahren die sogenannte Kelterapfel-Behangdichtenschätzung durch. Mit einem Spezialfernrohr zählen Ehrenamtler den Apfelbehang in den Bäumen. Nach einem speziellen Berechnungsverfahren trifft der Verband dann eine Prognose für ganz Deutschland. Die aktuelle Prognose bedeutet, dass zum vierten Mal in Folge keine Ernte über der Marke von 500.000 Tonnen erreicht wird.
