BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie steigert Absatz wieder

Die deutsche Lebensmittelindustrie konnte ihren Absatz im April nach einem Rückgang im März wieder deutlich steigern. Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte wie Speisekartoffeln oder Tomaten steigen jedoch weiter.

Mittwoch, 10. Juli 2024 - Hersteller
Theresa Kalmer
Artikelbild Ernährungsindustrie steigert Absatz wieder
Bildquelle: BVE

Die deutsche Ernährungsindustrie hatim April ein deutliches preisbereinigtes Absatzplus von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet. Im Inland stieg der Absatz um 10,5 Prozent und erreichte damit ein zweistelliges Wachstum, im Auslandsgeschäft lag das Absatzplus bei 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Noch im März vermeldete die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) ein deutlichen preisbereinigten Absatzrückgang von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. 

In nominalen Zahlen ausgedrückt betrug der Umsatz der Lebensmittelhersteller insgesamt 19,5 Milliarden Euro. Bei den Herstellern stieg damit das Vorjahresergebnis nominal um 8,4 Prozent. Auf dem Inlandsmarkt erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von 12,5 Milliarden Euro, was ein Plus im Vergleich zum Vorjahresergebnis von nominal 9,6 Prozent bedeutet. Das Umsatzergebnis des Auslandsgeschäftes betrug 7,0 Milliarden Euro und stieg damit nominal um 6,4 Prozent. Die Ausfuhrpreise stiegen dabei um plus 1,7 Prozent, während die Erzeugerpreise im Inland um 0,8 Prozent zum Vorjahresmonat zurückgingen. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg zum Vorjahresmonat deutlich mit 5,6 Prozent.

Preissteigerung bei pflanzlichen Produkten

Im April stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresmonat stiegen die Preise um 0,4 Prozent, während diese im Vergleich zum „Vorkrisenniveau“ (Anfang 2020) noch immer rund 35 Prozent höher lagen.

Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse stiegen im April gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen sie bei plus 4,6 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für Speisekartoffeln mit 53,9 Prozent sowie für Tomaten mit plus 41,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Produkte der tierischen Erzeugung verteuerten sich im April um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 2,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Preis für Eier lag mit plus 5,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, während das Preisniveau für Geflügel bei minus 5,3 Prozent lag. Im Vergleich zum „Vorkrisenniveau“ (Anfang 2020) ist der Teilindex für pflanzliche Produkte mit einem Plus von knapp 45 Prozent deutlich stärker gestiegen als der Teilindex für tierische Produkte (etwa plus 28 Prozent).

Energiekosten immer noch deutlich höher als vor der Krise

Laut Statistischem Bundesamt sanken bei den Erzeugerpreisen gewerblicher Produkte im Mai die Preise für Erdgas (verflüssigt oder gasförmig) zum Vormonat um 10,7 Prozent, während der Preisindex für Erdöl um 4,7 Prozent und der Preisindex für Braunkohle um 6,7 Prozent stiegen. Trotz eines Rückgangs der Preise im Vergleich zum Vorjahr während der „Energiekrise“ liegen die aktuellen Preise für Erdgas immer noch um mehr als 206 Prozent über dem Stand von Anfang 2020. Der Preis für Erdöl ist fast 44 Prozent höher als vor der Krise, und der Preis für Braunkohle liegt etwa 48 Prozent über dem Niveau vom Februar 2020.

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