Handelskonflikt China ermittelt gegen EU-Schweinefleisch-Exporteure

Brüssel droht, chinesische E-Autos mit Strafzöllen zu belegen. Peking warnt schon länger, nicht tatenlos zuzusehen. Nun reagiert das chinesische Handelsministerium und nimmt europäische Fleischimporte ins Visier.

Montag, 17. Juni 2024 - Hersteller
Manuel Glasfort (mit dpa)
Artikelbild China ermittelt gegen EU-Schweinefleisch-Exporteure
Bildquelle: Getty Images

China hat eine Anti-Dumpinguntersuchung im Zusammenhang mit importierten Produkten aus der Europäischen Union angekündigt. Die Ermittlung betreffe eingeführtes Schweinefleisch und Nebenprodukte, teilte das Handelsministerium am Montag in Peking mit. Dies dürfte eine Gegenreaktion Pekings auf die von der EU angedrohten Strafzölle auf chinesische E-Autos sein. Zuvor hatte die EU-Kommission zu Chinas Subventionen für Elektrofahrzeuge ermittelt, die nach Ansicht Brüssels den Markt in Europa verzerren.

Die chinesische Staatszeitung „Global Times“ hatte bereits unter Berufung auf einen Insider berichtet, dass die chinesische Industrie Beweise für die Untersuchung gegen bestimmte Milchprodukte und Schweinefleisch aus der EU sammle. Nähere Angaben machte das Blatt in den Beiträgen auf der Onlineplattform X allerdings nicht. Betroffen seien Produkte, die hauptsächlich zum Verzehr durch Menschen gedacht sind, teilte das Handelsministerium mit. Als Beispiele nannte die Behörde frisches und gefrorenes Schweinefleisch oder Schlachtnebenerzeugnisse.

Nach Angaben des chinesischen Zolls importierte China im vergangenen Jahr Schweinefleisch im Wert von 23,2 Milliarden Yuan (knapp drei Milliarden Euro). Laut Daten aus Brüssel exportierte die EU 2023 Schweinefleisch-Erzeugnisse im Wert von rund 2,5 Milliarden Euro nach China.

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