Getränke Saft-Weltmeister Deutschland schwächelt

Ob O-Saft, Apfelsaft oder Multivitamin – in keinem anderen Land verkaufen sich Fruchtsaft und -nektar besser als in Deutschland. Allerdings ist der Konsum jüngst spürbar gesunken. Hersteller haben mit steigenden Kosten zu kämpfen.

Donnerstag, 13. Juni 2024 - Hersteller
Julia Krone (mit dpa)
Artikelbild Saft-Weltmeister Deutschland schwächelt
Bildquelle: VdF e.V.

Der Pro-Kopf-Konsum von Fruchtsaft und Fruchtnektar ist in Deutschland laut dem Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) im vergangenen Jahr um 2 Liter gesunken, bleibt aber mit 26 Litern pro Jahr weltweit an der Spitze. Das entspricht einem Rückgang um 7 Prozent. Trotz rückläufiger Zahlen zeigten sich interessante Trends im Konsumverhalten und Herausforderungen für die hiesige Fruchtsaft-Industrie.

Im Jahr 2023 verzeichnete der Fruchtsaftverband eine stabile Nachfrage bei Klassikern wie Apfelsaft sowie wachsende Beliebtheit von Spezialitäten wie regionalen Streuobstsäften. Klaus Heitlinger, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF), erklärte: „Unsere Verbraucherinnen und Verbraucher legen großen Wert auf Qualität und Vielfalt, insbesondere bei Produkten, die einen gesundheitlichen Mehrwert bieten.“ Orangensaft bleibe mit 6,8 Litern pro Kopf der Favorit, gefolgt von Apfelsaft (5,1 Litern) und Multivitaminsaft (4,0 Litern).

Zahlen des Statistischen Bundesamt zeigen: Orangensaft und ähnliche Säfte waren 2023 gut 30 Prozent teurer als im Jahr 2020. Der Branchenverband rechnet damit, dass die Preise weiter steigen, vor allem für Orangensaft. Der Handel werde die höheren Kosten an die Kunden weitergeben müssen, sagte Heitlinger.

In den vergangenen Jahren haben sich Wetterextreme häufig negativ auf die Obsternten ausgewirkt, was zu Totalausfällen geführt habe und das wirtschaftliche Risiko für die Betriebe erhöhe. Der nachhaltige Umbau der Landwirtschaft sowie signifikante Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Logistik stellten branchenübergreifende Herausforderungen dar. In Deutschland werde man sich daher auf höhere Preise einstellen müssen, so der Verband.

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