Danish Crown Rekord-Umsatz und stabile Gewinne

Der Danish Crown-Konzern steigerte Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2021/22. Die landwirtschaftlichen Eigner bekommen nun rund 225 Millionen Euro Dividende ausbezahlt.

Dienstag, 22. November 2022 - Hersteller
Top Agrar/Andreas Beckhove
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Bildquelle: Getty Images

Im Geschäftsjahr 2021/22 hat Danish Crown mit 64,2 Milliarden DKK etwa 10 Prozent mehr umgesetzt. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich leicht von 2,82 Milliarden DKK auf 2,89 Milliarden. Das sind umgerechnet gut 380 Millionen Euro und nicht selbstverständlich in der aktuellen Phase. Denn aufgrund der historisch hohen Preise für Energie, Transport und Verpackungen sind auch die Kosten um insgesamt 1,5 Milliarden DKK gestiegen, wie das Unternehmen berichtet.

 „In einem Jahr mit markanten Herausforderungen fahren wir ein stabiles Ergebnis ein. Wir blicken auf ein beispiellos schwieriges Geschäftsumfeld zurück. Kaum hatten wir COVID-19 hinter uns gelassen, da traf uns die Inflation, und das viel schwerwiegender als erwartet. Vor diesem Hintergrund ist unser Ergebnis durchaus akzeptabel“, sagt Jais Valeur, Group CEO von Danish Crown.

Üppige Dividende für die Bauern

Der überwiegende Teil des Gewinns von Danish Crown wird an die Eigentümer - die dänischen Landwirte - als Nachzahlung für die Lieferungen von Schweinen und Rindern ausgeschüttet. Der Aufsichtsrat schlägt eine Nachzahlung beziehungsweise Gewinnausschüttung entsprechend der im Vorjahr geleisteten vor, so dass insgesamt 1,7 Milliarden DKK an die Anteilseigner ausgezahlt werden. Das sind umgerechnet 226 Millionen Euro.

Danish Crown Beef blickt auf ein sehr gutes Jahr zurück. Ein geringes Rindfleischangebot in Europa sorgte für hohe Preise, und Danish Crown Beef hat nicht nur den Betrieb seines dänischen Kerngeschäfts, sondern auch der beiden Schlachthöfe in Deutschland sowie der Scan-Hide, die Rinderhäute für die Lederindustrie verarbeitet, optimieren können.

Eigenmarken laufen derzeit besser

„Das müssen wir durch ein strenges Kostenmanagement und die gezielte Fokussierung auf unsere Kernmärkte korrigieren. Da die Inflation derzeit die Kaufkraft der Verbraucher untergräbt, machen Eigenmarken und Discountprodukte einen größeren Anteil am Gesamtumsatz aus. Daran dürfte sich kurzfristig nichts ändern. Wir profitieren davon, dass wir ein gut investiertes Unternehmen sind, mit einem guten Ruf für qualitativ hochwertige Produkte. Aber wir wissen auch, dass wir ständig besser werden können und dieses Potenzial ausschöpfen müssen“, sagt Jais Valeur.

Der Konzern hat Anfang 2022 sein erstes großes Sortiment an pflanzlichen Fleischalternativen auf den dänischen Markt gebracht. Die Produkte werden unter der Marke Den Grønne Slagter verkauft und haben sich am Markt schnell etabliert. Obwohl die Inflation dem Absatz vieler Nischenprodukte einen Dämpfer aufgesetzt hat, entwickelt sich der Absatz der pflanzlichen Fleischalternativen weiterhin so, wie im Vorfeld der Lancierung erwartet.

Zuerst erschienen bei unserem Schwesterblatt Top Agrar.

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