Personalie Wechsel im Vorstand des Milchindustrie-Verbandes

Mit Tino Gottschalk (Arla Foods Deutschland, Foto li.) und Jasmine-Florence Sahli (Savencia Fromage & Dairy Deutschland, Foto m.) begrüßte Peter Stahl (re.), Vorsitzender des Milchindustrie-Verbandes zwei neue Vorstandsmitglieder. Dem neuen Vorstand sowie der gesamten Molkereibranche stehen bewegte Zeiten bevor.

Freitag, 21. Oktober 2022 - Hersteller
Wibke Niemeyer
Artikelbild Wechsel im Vorstand des Milchindustrie-Verbandes
Bildquelle: Milchindustrie-Verband e.V.

Patrik Hansson (Arla Foods Deutschland ) und Rolf Bausch (Edelweiss) hatten ihre Ämter im höchsten Gremium des MIV niedergelegt. 

Schwierige Rahmenbedingungen und steigende Kosten führen zu Unsicherheiten und Sorgenfalten in der Milchbranche. Der Ukraine-Krieg und die Auswirkungen auf die Märkte sorgen für enorme Herausforderungen, sowohl auf der Kostenseite der Lebensmittelproduktion als auch generell in der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Betriebsmitteln. „2022 haben wir ein ganz schwieriges Umfeld für die Molkereien. Das ist kein Geheimnis. Wir sind in der Gewinn- und Verlustrechnung mit massiven Kostensteigerungen konfrontiert. Das kennen wir aus der Vergangenheit so nicht“, sagte MIV-Vorsitzender Peter Stahl während der Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung in Berlin.

Ein besonderes Augenmerk trifft aktuell die Energie- und Gasversorgung. Die Verarbeitung, Haltbarmachung und Lagerung von Milch und Milchprodukten benötigt Energie. Die Milchverarbeiter hätten in den vergangenen Jahren vermehrt auf moderne Technik und Gas als Energieträger gesetzt. Der Rückbau auf Basis Öl zur Wärme- und Energiebereitstellung oder auch von alternativen regenerativen Energiequellen sei aber nicht überall möglich, so Stahl. „Die Molkereien benötigen unbedingt Planungssicherheit bei der Gasbereitstellung. Sie gehören zu den Unternehmen der systemrelevanten Infrastruktur und sollten von Einschränkungen verschont bleiben“, appelierte Stahl an die Politik.

Mit Spannung wartet der Verband daher auf endgültige Entscheidungen der Politik hinsichtlich Verfügbarkeit und Energiebeihilfen. Die hohen Energiepreise in Deutschland benachteiligen die Lebensmittelhersteller bereits jetzt im harten Wettbewerb gegenüber anderen EU-Ländern oder Übersee. „Sicher ist jedoch, wenn kein Gas mehr fließt, kann die Wertschöpfungskette Milch in Deutschland vom Erzeuger bis zur Versorgungssicherheit Richtung Verbraucher nicht mehr flächendeckend aufrechterhalten werden“, betont der MIV in einer Pressemitteilung. Die Wertschöpfungskette Milch ließe sich nicht einfach ab- und wieder anschalten.

 

 

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