Spargelsaison Pfalzmarkt zieht Bilanz

Die diesjährige Spargelsaison fällt für die Erzeugergenossenschaft Pfalzmarkt durchwachsen aus. So lag der Umsatz mit etwas mehr als 3 Millionen Euro unter dem des Vorjahres (3,5 Millionen Euro). Die Absatzmenge stieg leicht von 750.000 Kilogramm (2021) auf rund 767.000 Kilogramm an.

Donnerstag, 28. Juli 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Pfalzmarkt zieht Bilanz
Bildquelle: VSSE e.V./Christoph Göckel

Karl Völcker, Leiter des Spargelbüros bei Pfalzmarkt sagt: „Das Ergebnis schmerzt in mehrfacher Hinsicht. Wegen des massiven Preisverfalls bei den Erzeugerpreisen haben die meisten Spargelerzeuger bei Pfalzmarkt nach Pfingsten die Notbremse gezogen und die Ernte vorzeitig eingestellt. Ohne diesen – für unsere Erzeuger betriebswirtschaftlich notwendigen – Erntestopp hätten wir locker 20 bis 30 Prozent mehr Spargel zur Verfügung haben können.“

Erzeugerpreise konnten sich durch die vom Erntestopp erzielte Angebotsverknappung bei Spargel in den letzten beiden Handelswochen im Juni etwas erholen. Eine Belieferung des Lebensmitteleinzelhandels war jedoch aufgrund der nicht ausreichenden Erntemengen bei Pfalzmarkt unmöglich. So war die Spargelsaison 2022 für das Unternehmen, im Vergleich zum Verlauf der letzten Jahre, rund eine Woche früher vorbei.

Ein milder Winter mit wenig Frost und ausgeruhte Kulturen ließen im Frühjahr noch gute Erträge erwarten. 2022 begann die Ernte der ersten Spargels bei Pfalzmarkt Mitte März und so etwa drei Wochen eher als sonst. Da spanischer und griechischer Spargel jedoch relativ spät und damit beinahe zeitgleich mit dem Angebot aus der Pfalz auf den deutschen Markt kamen, entstand ein anhaltendes Überangebot in den Supermärkten und führte zu einem massiven Preisverfall bei den Erzeugerpreisen. Die Konsumlaune beim Spargel sei damit zunehmend gebremst worden und der Kostendruck für die Erzeugerbetriebe von Pfalzmarkt, angesichts der steigenden Kosten für Diesel, Dünger und Verpackungen, immer mehr gestiegen.

Karl Völcker erklärt weiter: „Dies führte zu einer unbefriedigenden Ertragslage, denn eigentlich hätten die Erzeuger zur Kostendeckung des Zusatzaufwands rund 30 Prozent höhere Erzeugerpreise beim Spargel erzielen müssen!“ Gingen die Kosten und Erzeugerpreisen auch bei anderen Kulturen weiterhin so weit auseinander, würde dies Folgen für die Anbauflächen haben.

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