Das Unternehmen hatte vor längerer Zeit angekündigt, die Produktion aus Kostengründen ins polnische Döbel (Doble) zu verlagern. Dort waren bisher rund 170 Menschen tätig. Verarbeitet werden Lachse, Forellen und andere Fische. Als die Pläne 2020 erstmals öffentlich wurden, hatte es viel Kritik und Rücknahmeforderungen gegeben, so von Landtagsfraktionen der Linken und AfD sowie von Landesagrarminister Till Backhaus (SPD). Das Unternehmen hatte seine Produktion aus Hamburg erst 2004 mit Förderung von mehr als zehn Millionen Euro nach Waren verlagert - wofür sich Backhaus eingesetzt hatte. Für den Standort Waren wurde später ein Sozialplan vereinbart. Mit der Konzentration in Polen solle die Zukunft des gesamten Unternehmens gesichert werden, hieß es zur Begründung von Friedrichs. So lägen die Energiekosten in Polen bei etwa 55 bis 60 Prozent des deutschen Niveaus, Lohnkosten bei 35 bis 40 Prozent. Döbel liegt in Westpommern unweit von Stettin (Szczecin).
Mecklenburg-Vorpommern Fischverarbeitung schließt endgültig
Mecklenburg-Vorpommern verliert Ende März endgültig einen wichtigen Fischverarbeitungsstandort. Wie eine Sprecherin der Gottfried Friedrichs KG (Hamburg) am Freitag sagte, wird die Verarbeitung von Waren an der Müritz, wo rund 120 Leute arbeiteten, nach Polen verlegt.
Bildquelle: Hersteller
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