Veltins Materialengpässe belasten Brauereien

Auf dem deutschen Biermarkt ist nach Einschätzung der Veltins-Brauerei frühestens 2023 mit einer Rückkehr zur Normalität zu rechnen. Aktuell bekämen die Brauer Materialengpässe zu spüren, berichtete Michael Huber, Generalbevollmächtigter der Brauerei C. & A. Veltins, bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen.

Freitag, 09. Juli 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Materialengpässe belasten Brauereien
Bildquelle: Veltins

Die Holzknappheit sei in der Brauwirtschaft angekommen und habe zu erheblichen Preissteigerungen bei Palettenpreisen geführt. Bei der Produktion von Mehrwegkästen komme es inzwischen zu Granulat-Knappheit. Auch beim Weißblech für Kronkorken seien Engpässe zu erkennen.

In Gastronomie und Handel werde man noch das gesamte nächste Jahr benötigen, um die Pandemie hinter sich zu lassen. Huber: „Die Risiken für die Konsumentwicklung sind wägbar, aber nicht zu unterschätzen. Die Brauereien müssen sich auf wettbewerbsintensive Zeiten einstellen.“

Veltins selbst ist nach Hubers Angaben gut durch die Pandemie gekommen. Der Ausstoß sei im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent auf 1,55 Millionen Hektoliter gestiegen. Der gesamte Biermarkt sei dagegen bis Ende Mai um 6,0 Prozent geschrumpft, so Huber unter Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das Fassbiervolumen der Veltins Brauerei brach während des monatelangen Lockdowns im Vorjahresvergleich um 37,5 Prozent ein. Die Marke Veltins Pilsener zeigte mit 1,03 Mio hl (+0,1 Prozent) eine stabile Entwicklung. Die stark an Events gekoppelte Biermix-Marke V+ verzeichnete einen Rückgang um 5,7 Prozent, während die Marke Grevensteiner um 0,4 Prozent zulegte, obwohl die Gastronomieabsätze ausblieben. Die Fassbrausen wuchsen angesichts des qualitätsorientieren Einkaufsverhaltens der Menschen um 28 Prozent.

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