Fleischindustrie NGG beendet Verhandlungen

Die Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hat im Streit um einen flächendeckenden Tarifvertrag in der Fleischindustrie entschieden, die Verhandlungen vorerst zu beenden. „Die Verhandlungen sind vorbei, aber die Beschäftigten noch wütender als zuvor“, sagte Freddy Adjan, stellvertretender Vorsitzender der NGG der Deutschen Presse-Agentur.

Freitag, 23. April 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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„Tönnies, Wiesenhof, Vion, Westfleisch und Co. wollen weiter machen wie bisher - mit Billiglöhnen und massivem Druck auf die Menschen, die in ihren Schlachthöfen und Wurstfabriken arbeiten“, so Adjan weiter.

Ende März waren die Gespräche mit den Arbeitgebern über flächendeckende Tarifvereinbarungen für rund 160.000 Beschäftigte ohne neuen Gesprächstermin vorerst gestoppt worden. Während die Gewerkschaft einen dreistufigen Mindestlohntarifvertrag mit einem Einstieg bei 12,50 Euro je Stunde fordert, hatten die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde ab sofort 10,50 Euro angeboten und eine stufenweise Erhöhung bis zum 1. Dezember 2023 auf 12 Euro.

In einem weiteren Tarifvertrag sollen nach Angaben der Gewerkschaft die Mindestarbeitsbedingungen wie Arbeitszeit, Arbeitszeitkonten, Zuschläge und Urlaub geregelt werden.

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