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Nonfood Gute Geschäfte für Elektronikhandel

Lebensmittel Praxis | 11. November 2020
Nonfood: Gute Geschäfte für Elektronikhandel
Bildquelle: Getty Images/iStockphoto

Das Corona-Jahr 2020 beschert dem Elektronikhandel in Deutschland gute Geschäfte. Insgesamt rechne die Branche in diesem Jahr mit Umsätzen von 63,6 Milliarden Euro. Fernseher und Laptops waren gefragt.

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„Zwei Lockdowns und Homeoffice sorgen dafür, dass die Deutschen ihr Urlaubsgeld innerhalb der eigenen vier Wände investieren“, erklärte Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Handelsverbandes Technik (BVT).

Der Absatz von Fernsehgeräten stieg nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in den ersten acht Monaten um sechs Prozent. Die Umsätze mit Produkten der Informationstechnologie wuchsen zwischen Januar und August um 15 Prozent auf sechs Milliarden Euro.

Händler mit Online-Angebot profitieren von Nachfrage

Weil in Zeiten des Homeoffice auch mehr gekocht werden musste, erhöhte sich gleichzeitig auch die Nachfrage nach Küchengeräten vom Expressvollautomaten bis zur Gefriertruhe. Auch Saugroboter waren deutlich stärker gefragt. Kräftige Einbußen gab es dagegen im Geschäft mit Fotoapparaten und Kameras.

Profitieren konnten von der gestiegenen Nachfrage nach Elektronikartikeln allerdings vor allem Anbieter, die im Internet präsent waren. Der Marktanteil der reinen Online-Händler werde voraussichtlich in diesem Jahr von 22 auf 26 Prozent steigen, prognostizierte die GfK. Und auch die Online-Shops der stationären Händler würden kräftig wachsen. Verlierer sind demnach die Fachhändler ohne Online-Angebot. Ihr Marktanteil dürfte innerhalb eines Jahres von 63 auf 56 Prozent schrumpfen.

Trotz des aktuellen Teil-Lockdowns blickt die Branche zuversichtlich auf das Weihnachtsgeschäft. Vor dem Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung werde der Elektronikhandel wohl noch einmal eine Jahresendrally erleben, sagte der BVT-Vorsitzende Frank Schipper der Deutschen Presse-Agentur.