Geflügelwirtschaft ZDG warnt vor Überregulierung

Die Geflügelwirtschaft warnt die Politik in einem Offenen Brief vor Überregulierung im Rahmen des Arbeitsschutzkontrollgesetzes: „Wenn die heimische Erzeugung nicht mehr wettbewerbsfähig ist, sind die Existenzen unserer Hähnchen- und Putenhalter bedroht.“

Montag, 05. Oktober 2020, 14:24 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Getty Images

Heute laufen im Deutschen Bundestag Ausschuss-Anhörungen und -Beratungen zum Entwurf des Arbeitsschutzkontrollgesetzes für die Fleischwirtschaft an. Deutschlands Geflügelhalter befürchten in diesem Zusammenhang ebenso wie in weiteren Bereichen entlang der Kette der Geflügelfleischerzeugung überzogene Regulierung – und haben einen Offenen Brief an die politischen Entscheidungsträger in Bund, Ländern und der EU veröffentlicht. Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG): „Wenn die Politik so weitermacht, ist die gesamte Branche der heimischen Geflügelfleischerzeugung in ihrer Wettbewerbsfähigkeit bedroht.“

Im Kern der Kritik steht der zur Beratung anstehende Entwurf des Arbeitsschutzkontrollgesetzes. Ripke warnt vor politischem Aktionismus und davor, überhastet ein Gesetz mit verheerender Tragweite und ohne sachliche Grundlage zu verabschieden. Durch derartige Überregulierung werde hochwertiges Hähnchen- und Putenfleisch aus tierwohlorientierter deutscher Erzeugung durch Geflügelfleisch aus Osteuropa wegen dort deutlich niedrigerer Erzeugungskosten vom heimischen Markt verdrängt.

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