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Holzpackmittelindustrie Vorsichtig optimistisch

Lebensmittel Praxis | 10. September 2020
Holzpackmittelindustrie: Vorsichtig optimistisch
Bildquelle: Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V

Laut einer aktuellen Blitzumfrage des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. sind die Prognosen für die fast ausschließlich kleinen und mittelständischen Familienunternehmen der Branche zaghaft positiv.

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Da auch die Hersteller des Konjunkturindikators Paletten wegen der Corona-Krise etwas weniger pessimistisch in die Zukunft blicken, lassen die Ergebnisse auf einen weiteren gesamtwirtschaftlichen Aufschwung hoffen, so Marcus Kirschner, Geschäftsführer des Verbands. Nach einer ersten Umfrage Ende April zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Holzpackmittelindustrie nahmen dieses Mal 120 Unternehmen an einer zweiten Befragung des Bundesverbandes HPE teil.

„Der Optimismus kehrt zurück“, so HPE-Geschäftsführer Kirschner. „Insbesondere die Prognose der wirtschaftlichen Lage im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 fällt bei den Umfrageteilnehmern deutlich besser aus.“ So erwarten jetzt 39 Prozent der Befragten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage für ihr Unternehmen – Ende April waren es nur 24 Prozent.

Ein ebenfalls positiver Trend ist bereits für das Jahr 2020 zu erkennen. Für die nächsten drei Monate prognostizieren 25 Prozent der Befragten, dass die nachfrageseitig bedingte Entwicklung von Beeinträchtigungen ihres Unternehmens, wie Auftragseinbußen oder Stornierungen, abnehmen werden. Dies entspricht einem Anstieg von vier Prozent zur letzten Umfrage.

Aktuell noch stärker von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise betroffen sind vor allem die Bereiche Kisten- und Paletten-Herstellung. Im Bereich Kisten gaben mit 54 Prozent der Befragten nochmals drei Prozent mehr an, besonders negativ betroffen zu sein. Bei Paletten hingegen sank die Zahl immerhin von 42 Prozent auf rund 40 Prozent. „Ausschlaggebend für diese leicht gegensätzliche Entwicklung ist insbesondere, dass lebenswichtige Güter wie Lebensmittel und Pharmazeutika meist auf Paletten transportiert werden. In der Corona-Krise sind hier deshalb die Auswirkungen milder als im Bereich der Kisten und Exportverpackungen, deren Einsatzbereiche, wie etwa Automobile und Maschinenbau, Corona-bedingt stärker betroffen sind“, erklärt Kirschner.

Bremsende Faktoren in allen Bereichen bleiben nach wie vor die Reisebeschränkungen und die teils drastischen Corona-Entwicklungen in vielen klassischen Exportdestinationen. Diese führen dazu, dass Abnahmen und Freigaben oder auch das Maßnehmen vor Ort nicht möglich seien, so die Unternehmen. Manchmal fehle es im Zielland schlichtweg an Personal, sodass Anlagen nicht aufgebaut werden können oder in den Häfen auf den Weitertransport warten.