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Afrikanische Schweinepest Mecklenburg-Vorpommern baut Zaun

Lebensmittel Praxis | 13. Juli 2020
Afrikanische Schweinepest: Mecklenburg-Vorpommern baut Zaun
Bildquelle: Getty Images

Für Menschen ist sie ungefährlich, doch für Schweinehalter in Deutschland hätte sie gravierende Folgen: Zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) errichtet jetzt auch Mecklenburg-Vorpommern einen Zaun an der Grenze zu Polen.

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Im Kampf gegen die ASP wird der Schutzzaun an der deutsch-polnischen Grenze in Ostdeutschland nun auch in Mecklenburg-Vorpommern errichtet. Nach Sachsen und Brandenburg lässt das Schweriner Agrarministerium einen Wildschutzzaun errichten. Den Startschuss für die „ASP-Wildschutzbarriere“ will Landesagrarminister Till Backhaus (SPD) nördlich der Bundesstraße 104 bei Linken (Vorpommern-Greifswald) geben.

Der Wildschutzzaun aus sogenanntem Knotengeflecht soll zunächst auf etwa 50 Kilometern bundes- und landeseigenen Flächen an der Grenze entstehen, später, wenn alle privaten Flächeneigentümer zugestimmt haben, auch dort.

Die ASP war zu Jahresbeginn 2020 in Westpolen bei Wildschweinen und Hausschweinen aufgetreten. Infizierte Wildschweine waren nur wenige Kilometer von der südlichen Grenze Brandenburgs am Landkreis Spree-Neiße entdeckt worden. In Vorpommern verläuft die Grenze von der Insel Usedom über das Stettiner Haff nach Hintersee und Linken und dann bis südlich der Autobahn 11 Berlin-Stettin.

In dem Zusammenhang war der Bau eines Wildschutzzaunes entlang der Autobahn 11 Berlin-Stettin, die saniert wird und teilweise zwischen den Bundesländern verläuft, schon vorgezogen worden. Nach mehreren ASP-Fällen in Wildschweinbeständen in Polen hatten Brandenburg auf 120 Kilometern und Sachsen auf rund 128 Kilometern schon Schutzzäune errichten lassen.