Pfungstädter Brauerei Unter dem Schutzschirm

Die Pfungstädter Brauerei soll im Schutzschirmverfahren saniert werden. Das hat das Amtsgericht Darmstadt auf Antrag von Hessens größter Privatbrauerei beschlossen, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit durch Umsatzeinbrüche in der Corona-Krise abzuwenden.

Mittwoch, 03. Juni 2020, 11:34 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Pfungstädter Brauerei

Der Betrieb der Brauerei wird derzeit mit allen rund 100 Mitarbeitern fortgeführt und von einem gerichtlich bestellten Sachwalter überwacht.

Wie die Brauerei mitteilt, war im Februar die Übernahme durch einen Investor gescheitert. Gespräche mit weiteren Interessenten für die Brauerei und das Grundstück werden fortgeführt.

Während der Pandemie sind in der deutschen Brauwirtschaft sowohl das Gastronomie- und Veranstaltungsgeschäft als auch der Export fast vollständig eingebrochen. Die Pfungstädter Brauerei, die zuletzt 17 Millionen Euro im Jahr umsetzte, setzte deshalb rund 13.000 Hektoliter Bier weniger ab. „Diese außergewöhnliche Belastung zwingt uns jetzt unter den Schutzschirm. Im Unterschied zu einigen anderen Brauereien, die ihren Betrieb schon schließen mussten, können wir den Betrieb unter Aufsicht eines Sachwalters ungestört fortführen. Unser Ziel ist es, die Brauerei zu sanieren und mit einem Investor möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, erklärt Stefan Seibold, Geschäftsführer der Pfungstädter Brauerei Hildebrand GmbH & Co. KG.

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