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Frankreich Ausnahmen für AOP-Käse

Lebensmittel Praxis | 20. April 2020
Frankreich: Ausnahmen für AOP-Käse
Bildquelle: Dicke Food makes fun

Wegen der Corona-Pandemie sind in Frankreich die Herstellungsbedingungen für mehrere Käsesorten mit der geschützten Ursprungsbezeichnung AOP vorübergehend geändert worden. Damit sollen Verluste von bereits produzierter Milch verhindert werden.

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Nach einem am Sonntag veröffentlichten Dekret der französischen Regierung betreffen die Änderungen die Herstellung der Sorten Bleu d‘Auvergne, Comté, Saint-Nectaire und Fourme d‘Ambert. Es geht unter anderem um die erlaubten Lagerungszeiten von Milch vor der Verarbeitung und die vorgegeben Temperaturen zur Lagerung des Käses. Wegen der Covid-19-Pandemie haben in Frankreich derzeit keine Freiluftmärkte geöffnet. Auch Restaurants bleiben geschlossen, weshalb der Bedarf an frischem Käse laut Medienberichten gesunken ist.

Die Coronavirus-Krise fällt mit der Hochzeit der Milch-Produktion im Frühjahr zusammen, berichtete die Tageszeitung „Le Figaro“. Der französische Molkereiverband CNIEL hatte demnach Landwirten, die freiwillig ihre Milchproduktion reduzierten, finanzielle Unterstützung versprochen.

Bei der Herstellung von AOP-Käse stammt die Milch aus derselben Region, in der sie verkäst wird und in welcher auch der Käse bis zur Reife gepflegt wird. Die Bedingungen für die Herstellung und den Vertrieb von AOP-Käse sind normalerweise sehr streng.