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Vion Food Group Umsatz gesteigert

Lebensmittel Praxis | 27. März 2020
Vion Food Group: Umsatz gesteigert
Bildquelle: Vion Food Group

Der Umsatz des niederländischen Schlachtkonzerns Vion Food Group ist im Vergleich zum Jahr 2018 um 8,4 Prozent auf fast 5,1 Milliarden Euro gestiegen (im Bild Ronald Lotgerink, CEO von Vion).

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Diese Umsatzsteigerung ist insbesondere auf die gestiegenen Preise für Schweinefleisch und andere Schweineprodukte zurückzuführen. Der Absatz ist im Vergleich zu 2018 um 4,3 Prozent zurückgegangen.

„Vion blickt auf ein erfolgreiches Jahr mit guten Ergebnissen und einer starken Bilanz zurück. Zurückführen ist das unter anderem auf die gestiegene asiatische Nachfrage nach Schweinefleisch. Neben der 2019 in Asien herrschenden Afrikanischen Schweinepest sind die positiven Ergebnisse aber auch auf die Investitionen zurückzuführen, die wir zur Modernisierung unserer Produktionsstandorte getätigt haben“, sagt CEO Lotgerink.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 2019 113,2 Millionen Euro im Vergleich zu 60,5 Millionen Euro im Jahr 2018. Der Nettogewinn stieg aufgrund der Investitionen in den letzten Jahren sowie der guten Ergebnisse der Division Pork um 10,2 Millionen Euro auf 26,7 Millionen Euro.

„Die neue auf Nachhaltigkeit, Klima- und Tierschutz ausgerichtete Lieferketten-Strategie ,Building Balanced Chains‘ hat für Vion das Geschäftsjahr 2019 geprägt. Der niederländisch-deutsche Fleischkonzern ist überzeugt, so die Anforderungen und Herausforderungen des Marktes nach einer gesunden Lebensmittelversorgung zu erfüllen“, sagt Lotgerink. Vion will in Zukunft Vorreiter sein bei der steigenden globalen Nachfrage nach tierischen und pflanzlichen Proteinen. Das Unternehmen wird mit seiner Strategie verstärkt die Landwirtschaft in die Produktionsketten bis zum Kunden einbinden.

„Die gute Lieferstruktur nach Asien, wo Vion bereits seit Jahren einen festen Kundenbestand bedient, hat Früchte getragen. Es ist davon auszugehen, dass die Nachfrage auch im Jahr 2020 stark bleiben wird“, so Lotgerink zu den Erwartungen an die Division Pork. Die durch das Coronavirus (COVID-19) hervorgerufene Unruhe auf den Märkten sorgte Anfang 2020 für eine größere Volatilität. Am Standort Boxtel hat Vion mit der Modernisierung des Betriebes und der Erweiterung der Verpackungshallen begonnen.

Die Division Beef stand 2019 vor zahlreichen Herausforderungen. Sowohl die Nachfrage nach Rindfleisch als auch das Angebot gingen zurück. Gründe hierfür sind unter anderem die Phosphat-Maßnahmen der vergangenen Jahre in den Niederlanden sowie der zunehmende Wettbewerb im Markt, der durch den Import von Rindfleisch aus Südamerika entstanden ist. Darüber hinaus herrschte wie schon im Vorjahr eine geringe Nachfrage nach Rinderhäuten.

Im dritten Quartal 2019 gab Vion bekannt, dass der Rinderschlachtbetrieb in Leeuwarden für pflanzliche Produkte umgebaut wird. Der bisherige Mischbetrieb (Schwein und Rind) am thüringischen Standort Altenburg spezialisiert sich seit dem ersten Quartal 2020 auf Rindfleisch.

Das Coronavirus (COVID-19) sorgt 2020 auch bei Vion für große Unsicherheit. Der Konzern sieht sich als Lebensmittelhersteller in einer entscheidenden Rolle in der Versorgung der Gesellschaft. Man arbeite eng mit den deutschen und niederländischen Behörden zusammen. „Die Corona-Krise ruft eine umfassende Veränderung in den Konsumgewohnheiten der Menschen hervor: Man isst nicht mehr auswärts, sondern zu Hause. Der Absatz von Fleisch an Restaurants und Hotels ist so nahezu zum Erliegen gekommen, während die Lieferungen an Supermärkte deutlich zugenommen haben“, so Lotgerink. Der Umsatz bei preiswerten Fleischprodukten wie Hackfleisch nimmt im Vergleich zu Edelteilen zu. Diese Veränderungen wirken sich erheblich auf die Fleischverwertung aus, wodurch ein neues Verhältnis zwischen Ein- und Verkaufspreisen entsteht.