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Deutschland Verbraucher essen mehr Fisch

Lebensmittel Praxis | 14. August 2019
Deutschland: Verbraucher essen mehr Fisch

Bildquelle: Marc Diez-Prida

Der Pro-Kopf-Verzehr erhöhte sich nach vorläufigen Schätzungen des Fisch-Informationszentrum (FIZ) von 14,1 auf 14,4 Kilogramm. Der meiste Fisch wird im Discounter gekauft.

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«Damit bleibt die Wertschätzung für Fisch und Meeresfrüchte auf hohem Niveau», sagte der FIZ-Vorsitzende René Stahlhofen. Der Zuwachs der Nachfrage gehe allerdings im wesentlichen auf den Außer-Haus-Verkauf zurück, also etwa in Restaurants oder Fischimbissen. Die von den privaten Haushalten gekaufte Menge an Fisch und Meeresfrüchten ging dagegen um drei Prozent zurück.

Wenn Zuhause, dann aus dem Lebensmittel-Einzelhandel: 48 Prozent der Verbraucher kaufen ihren Fisch beim Discounter oder in Super- und Verbrauchermärkten (40 Prozent). Das klassische Fischfachgeschäft spielt mit einem Anteil von 4,5 Prozent nur noch eine untergeordnete Rolle.

Mit 3,9 Milliarden Euro gaben die Haushalte mehr Geld für Fisch aus als je zuvor – eine Steigerung von 0,2 Prozent. Die Branche rechnet in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg. Darauf wiesen die Ergebnisse des ersten Halbjahres hin, die laut Daten der GfK einen knapp sechs Prozent höheren Durchschnittswert je Einkauf zeigten, sagte Stahlhofen. Besonders Räucherfisch hätten die Kunden nach einem Preisrutsch bei Lachs deutlich stärker nachgefragt. Eine generelle Tendenz für die Fischpreise ist in der Regel kaum auszumachen; zu stark unterscheiden sich Fischarten und Fanggebiete. Teurer wurden zum Beispiel Tiefkühlfisch und Marinaden.


Im internationalen Vergleich verzehren die Verbraucher in Deutschland eher wenig Fisch und haben ihr Konsumverhalten über die vergangenen Jahre auch nicht wesentlich verändert. Der Weltdurchschnitt liegt mit 19,3 Kilogramm pro Kopf um rund fünf Kilogramm höher als in Deutschland. In Ländern wie Großbritannien, den USA oder Italien werden mehr als 20 Kilogramm Fisch verzehrt, in Frankreich, Schweden und China mehr als 30 Kilogramm. Spitzenreiter ist Island mit einem Verbrauch von mehr als 60 Kilogramm Fisch pro Kopf.

Unter den Fischen ist in Deutschland der Alaska-Seelachs am beliebtesten, der zum Beispiel in Fischstäbchen verarbeitet wird, gefolgt von Lachs und Thunfisch. Damit ist der Hering auf Platz vier zurückgefallen, vor Garnelen aller Art. Der Fisch in Deutschland wird nur zu einem kleinen Teil von der eigenen Fangflotte angelandet oder in eigenen Aquakulturen erzeugt. Die Versorgung des Marktes wird zu rund 86 Prozent durch Importe gedeckt.