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Brauerei C. & A. Veltins Wachstumssprung dank Hitzesommers

Lebensmittel Praxis | 15. Januar 2019
Brauerei C. & A. Veltins:  Wachstumssprung dank Hitzesommers

Die Brauerei C. & A. Veltins erreichte erstmals in ihrer Geschichte die Drei-Millionen-Hektoliter-Hürde und verzeichnete mit einem Ausstoß von 3,01 Millionen Hektolitern (plus 4,8 Prozent) eine neue Bestmarke. Der Umsatz wuchs auf 352 Millionen Euro (plus neun Prozent). Damit sieht sich das Unternehmen in seiner Premium-Strategie bestätigt. Die Zahlen stellten Michael Huber (Foto r.), Generalbevollmächtigter der Brauerei C. & A. Veltins, sowie Volker Kuhl vor, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb.

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Während der Bierabsatz aller Brauereien in den ersten elf Monaten 2018 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um ein Prozent gestiegen ist, legte die Brauerei C.& A. Veltins im Jahr 2018 nach eigenen Angaben mit 138.600 Hektolitern deutlich über Wettbewerbsniveau zu. „Uns ist es auch im zurückliegenden Geschäftsjahr gelungen, trotz hoher Wettbewerbsintensität die unerlässliche Preiserhöhung im Markt umzusetzen und damit den Premium-Anspruch in allen Sortensegmenten zu untermauern“, sagte Volker Kuhl.

In der nationalen Marktbedeutung spiele das Veltins-Produktportfolio seine regionalen Stärken unverändert aus. Schlüsselbedeutung habe der nordrhein-westfälische Biermarkt. Die Marke Veltins zementierte, so Kuhl, ihre Marktposition als zweitstärkste Kraft im NRW-Premium-Biermarkt und erreichte einen Marktanteil im Handel von rund 13 Prozent.

Während das Pils-Segment deutschlandweit am härtesten umkämpft ist, legte die Stamm-Marke Veltins um 4,1 Prozent zu. Beim Fassbier wurden in Gastronomie und auf Events 2,7 Prozent mehr gezapft. Die Marke Grevensteiner konnte angesichts der großen Marktnachfrage und des unverändert großen Spezialitätentrends in Deutschland mit 218.800 Hektolitern 29,9 Prozent mehr absetzen, so Kuhl.

Ein historisches Ausstoßhoch erreichte die Brauerei laut Kuhl im Mai und Juni, aber auch August und September: „Während die Nachfrage vor der Fußball-Weltmeisterschaft erfreuliche Impulse gab, konnte das monatelang stabile Sommerwetter die ausgebliebenen Absätze vollständig kompensieren.“

Ein wichtiges Standbein sind zudem die Biermix-Spezialitäten. Ausgesprochen erfreulich schnitt laut Huber die neue, alkoholfreie Produktrange der 0,0%-Biere unter dem Veltins-Markendach ab. Alkoholfreies Pils und Radler, Radler und Malz legten 2018 um 17,5 Prozent zu. Ein klares Bekenntnis gibt es zu Mehrweg: 94 Prozent aller Gebinde werden als Mehrweg abgefüllt.

Trotz der erfreulichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2018 gab sich der Veltins-Generalbevollmächtigte Huber für 2019 nur vorsichtig optimistisch. „Die Kehrseite der Medaille eines Jahrhundertsommers zeigt bereits die zugespitzte Rohstoffsituation in Deutschland. Die Preise für Malz erreichten Höchstwerte, wie sie zuletzt in Jahren schlechter Ernteerträge zu spüren waren. In diesem Sommer begann die Verknappung schon deutlich früher.“ Der Biermarkt kämpfe zudem weiter mit der demografischen Entwicklung und ausbleibenden Verwendern bei den jungen Erwachsenen. „In Zukunft wird vornehmlich die Werthaltigkeit wichtig sein, wenn es um die Gestaltung von Marken und Produktportfolio im deutschen Biermarkt geht.“ Schon jetzt sei zu beobachten, dass einzelne Biermarken das Premium-Segment verlassen, um zu geringeren Abgabepreisen schnelle Mengeneffekte beizubringen.