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Wein Überdurchschnittliche Erntemenge

Lebensmittel Praxis | 19. September 2018
Wein: Überdurchschnittliche Erntemenge

Bildquelle: Getty Images/iStockphoto

Der heiße und meist trockene Sommer bringt den Winzern in diesem Jahr eine deutlich größere Ernte als sonst üblich. Die Menge werde bundesweit voraussichtlich bei 9,75 Millionen Hektolitern Wein liegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden nach ersten Schätzungen mit. Das ist rund eine Million Hektoliter mehr als im Mittel der Jahre 2012 bis 2017.

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Im Vergleich zum vergangenen Jahr liegt das Plus sogar voraussichtlich bei mehr als zwei Millionen Hektolitern. Von der gesamten Weinerntemenge 2018 entfallen 64 Prozent auf Weißmost und 36 Prozent auf Rotmost.

Die beliebteste deutsche Rebsorte – der Riesling – legt 2018 im Vergleich zum Vorjahr kräftig um knapp 557.000 auf 2,08 Millionen Hektoliter zu. Auch für Müller-Thurgau (1,34 Millionen Hektoliter; +35 Prozent), Grüner Silvaner (470.800 Hektoliter; +23 Prozent), Grauer Burgunder (525.700 Hektoliter; +22 Prozent) und Weißer Burgunder (469.700 Hektoliter; +17 Prozent) sind deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahr zu erwarten. 

Bei den roten Rebsorten werden 2018 ebenfalls deutlich höhere Erträge als im Vorjahr prognostiziert. So wird laut Schätzung die Erntemenge des Blauen Spätburgunders um 230.700 Hektoliter auf 1,01 Million Hektoliter, des Dornfelders um 75.200 Hektoliter auf 914.400 Hektoliter und die des Portugiesers um 62.800 Hektoliter auf 330.200 Hektoliter zunehmen. 

Für die drei großen Weinanbaugebieten Rheinhessen (2,82 Millionen Hektoliter), Pfalz (2,38 Millionen Hektoliter) und Baden (1,39 Millionen Hektoliter) werden zwei Drittel der gesamten Erntemenge erwartet. Auf Württemberg (1,11 Millionen Hektoliter), Mosel (809.000 Hektoliter) und Franken (448.000 Hektoliter) entfallen nach Einschätzung der Winzer 24 Prozent.