Aldi Süd hat nach eigenen Angaben einen weiteren Schritt bei der Umstellung seines Fleisch- und Wurstsortiments auf höhere Haltungsformen erreicht: Mehr als 40 Prozent des Eigenmarkensortiments bei gekühlten Fleisch- und Wurstwaren aus Rind, Schwein, Hähnchen und Pute stammen mittlerweile aus den höheren Haltungsformen. Ausgenommen davon sind internationale Spezialitäten.
Der Discounter hatte vor fünf Jahren den sogenannten Haltungswechsel angekündigt und sich dabei verbindliche Ziele für mehr Tierwohl gesetzt. Seitdem hat das Unternehmen sein Sortiment schrittweise umgestellt. Seit Anfang 2026 verzichtet Aldi Süd laut einer Mitteilung bei Frischfleisch und gekühlten Fleisch- und Wurstwaren mit Ausnahme internationaler Spezialitäten auf die niedrigste Haltungsform 1. Beim Frischfleisch der Eigenmarken liege der Anteil der Haltungsformen 3, 4 und 5 bezogen auf den Umsatz bereits bei 60 Prozent.
Bereits 2024 hatte das Unternehmen sein gesamtes Eigenmarken-Trinkmilchsortiment auf die Haltungsformen 3, 4 und 5 umgestellt. 2025 sortierte Aldi Süd den Angaben zufolge als erster großer Händler seine Frischfleischkühlung nach Haltungsformen statt nach Tierarten. „Die Kunden und Kundinnen gehen den Weg mit und greifen verstärkt zu Lebensmitteln aus den höheren Haltungsformen“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.
Passend zur Grillsaison bietet Aldi Süd unter seinen Eigenmarken verschiedene Produkte aus höheren Haltungsformen an, darunter Bio-Schweine-Nackensteaks, Bauchscheiben und Rumpsteaks in Haltungsform 3 sowie einen kombinierten Burger aus Rindfleisch der Haltungsform 3 und pflanzlichen Proteinen. Gleichzeitig fordert das Unternehmen, dass für eine flächendeckende Umstellung alle Akteure – von der Politik bis zum Wettbewerb – die Transformation gemeinsam vorantreiben müssten.