Soziale Medien beeinflussen zwar die Kaufentscheidungen vieler deutscher Verbraucher, doch beim eigentlichen Bezahlvorgang überwiegt das Misstrauen gegenüber neuen Technologien. Das geht aus der Studie „Signals“ des irischen E-Commerce-Dienstleisters ESW hervor, für die Konsumenten in mehreren Ländern zu ihrem Kaufverhalten befragt wurden.
Demnach gibt fast jeder zweite Befragte in Deutschland an, dass soziale Medien seine Kaufentscheidungen beeinflussen. Gleichzeitig vertrauen laut der Studie nur 14 Prozent der deutschen Befragten den integrierten Social-Commerce-Checkouts. Auch bei Zahlungen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, zeigen sich die Verbraucher skeptisch: Nur 16 Prozent fühlen sich den Angaben zufolge dabei wohl.
Im internationalen Vergleich fällt Deutschland damit besonders zurückhaltend aus. In Großbritannien vertrauen laut ESW mit 29 Prozent mehr als doppelt so viele Befragte den Social-Commerce-Bezahlvorgängen. Im Nahen Osten liegt der Wert der Studie zufolge sogar bei 57 Prozent. Gegenüber KI-gestützten Funktionen zeigen sich deutsche Verbraucher nach Angaben von ESW dann offen, wenn diese beim Suchen, Vergleichen oder Sparen helfen – nicht aber beim Bezahlen selbst.
Für international tätige Marken bedeute das, dass digitale Reichweite allein nicht ausreiche, um Kunden in Deutschland zum Kauf zu bewegen, teilte ESW mit. Entscheidend seien vielmehr bekannte Zahlungsmethoden, transparente Gesamtkosten, verlässliche Lieferinformationen und einfache Rückgabemöglichkeiten. Gerade beim grenzüberschreitenden Online-Handel könnten solche Details darüber entscheiden, ob ein Kauf zustande komme.
ESW mit Sitz in Dublin bietet Marken eine Plattform für den internationalen Online-Handel an, die unter anderem Bezahlung, Zoll- und Steuerabwicklung, Versand und Retouren bündelt.