Der Handelskonzern Rewe startet ein Forschungsprojekt zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Nutztierhaltung. Das Kompetenzzentrum Landwirtschaft der Rewe Group untersucht gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis, wie KI-basierte Systeme das Tierwohl und die Tiergesundheit verbessern können. Das teilte das Unternehmen mit.
Projekt-Unterstützung durch mehrere Institutionen
An dem Projekt beteiligen sich mehrere Institutionen. Dazu zählen die Universität Vechta, die Freie Universität Berlin, die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover sowie die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz. Das Unternehmen Vetvise stellt die Kameratechnologie bereit, die für die Datenerhebung und -analyse eingesetzt wird. Die technische Erprobung erfolgt zunächst in ausgewählten Pilotbetrieben der Schweine- und Geflügelhaltung, teilte Rewe mit.
Auffälligkeiten frühzeitig erkennen
Ziel des Vorhabens: Das Potenzial von Kamera- und Sensortechnologie wird unter Praxisbedingungen untersucht. Die Systeme sollen Landwirte dabei unterstützen, das Wohlbefinden und die Gesundheit ihrer Nutztiere kontinuierlich zu überwachen und Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. „Moderne KI kann sie dabei unterstützen, zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen, Daten systematisch zu erfassen und dauerhaft im Blick zu behalten“, sagte Carolin Weyers, Leiterin des Kompetenzzentrum Landwirtschaft der Rewe Group.
Rewe betont Verantwortung des Menschen
Die Verantwortung für das Tierwohlbefinden bleibe dabei jederzeit beim Menschen, betonte Rewe. Das Projekt konzentriere sich darauf, Potenziale und Grenzen KI-basierter Analysen unter Praxisbedingungen wissenschaftlich einzuordnen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, datenbasierte Ansätze im Bereich Tierwohl und Tiergesundheit weiterzuentwickeln.
Unternehmensangaben zufolge erzielte die Rewe Group im Jahr 2025 einen Gesamtaußenumsatz von über 100 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 380.000 Mitarbeiter in 21 europäischen Ländern.
