Bio-Lebensmittelhandel Alnatura nimmt neues Logistikzentrum in Südhessen in Betrieb

Der Bio-Spezialist Alnatura hat ein 30.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum im hessischen Groß-Rohrheim eröffnet. Der Standort soll die Versorgung des wachsenden Filialnetzes sichern. Das Unternehmen strebt für das Gebäude die höchste Nachhaltigkeitszertifizierung an – und verzichtet komplett auf fossile Brennstoffe.

Donnerstag, 11. Juni 2026, 09:43 Uhr
Theresa Kalmer
Sie freuen sich über das neue Logistikzentrum von Alnatura (von links): Alexander Schmid, Geschäftsführer der Aurelis Region Mitte; Rrezart Bajraktari, Operative Leitung Lila Logistik; Götz Rehn, Gründer und Geschäftsführer Alnatura; Kirsten Keller, Geschäftsführerin Alnatura für Logistik & Supply Chain Management sowie Informationstechnologie; Simon Schmidt, Head of Supply Chain Operations Alnatura. Bildquelle: Alnatura

Der Bio-Lebensmittelhändler Alnatura hat ein neues Logistikzentrum im südhessischen Groß-Rohrheim in Betrieb genommen. Die rund 30.000 Quadratmeter große Immobilie mit Hallen- und Büroflächen soll dem Unternehmen künftig als zentraler Standort für die Versorgung seines Filialnetzes dienen. Der Projektentwickler Aurelis Real Estate übergab das Gebäude nach eigenen Angaben planmäßig nach einer Bauzeit von zwölf Monaten.

An der offiziellen Schlüsselübergabe nahmen Vertreter von Aurelis, Alnatura, dem Generalunternehmer Goldbeck sowie der Gemeinde Groß-Rohrheim teil. Bürgermeister Karsten Krug bezeichnete das Projekt laut der Mitteilung als „einen wichtigen Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gemeinde“. Der Standort liegt zwischen den Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar und ist an die Autobahnen A 5 und A 67 angebunden. Den Spatenstich hatte es im April 2025 gegeben.

Alnatura-Geschäftsführerin Kirsten Keller begründete die Investition mit wachsender Kundennachfrage und steigendem Bestellvolumen. „Diese Erweiterung unseres Logistik-Netzwerks stärkt die Alnatura-Logistik insgesamt und stellt somit einen relevanten Meilenstein in dem Aufbau einer zukunftsfähigen Logistik dar“, zitierte das Unternehmen Keller in der Mitteilung. Für das Gebäude strebt Alnatura eine Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen in der höchsten Stufe Platin an.

Aurelis setzt auf recycelte Baustoffe und Photovoltaik

Nach Angaben von Aurelis spielte Nachhaltigkeit bereits in der Planungs- und Bauphase eine zentrale Rolle. So seien unter anderem recycelte Baustoffe zum Einsatz gekommen. Zudem verzichte das Gebäude vollständig auf fossile Brennstoffe und verfüge über eine großflächige Photovoltaikanlage. Auf dem Gelände entstanden den Angaben zufolge auch Feuchtbiotope, Blühwiesen und spezielle Lebensräume für Tiere.

Alnatura betreibt nach eigenen Angaben derzeit 155 Filialen in 73 Städten. Unter der Marke Alnatura vertreibt das Unternehmen rund 1.400 verschiedene Bio-Lebensmittel – neben den eigenen Märkten auch über rund 15.000 Filialen verschiedener Handelspartner in 18 europäischen Ländern. Im Geschäftsjahr 2024/2025 erzielte das Unternehmen laut eigenen Angaben einen Nettoumsatz von 1,274 Milliarden Euro, ein Plus von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alnatura beschäftigt rund 3.730 Mitarbeiter.

Neue Produkte

Videos vom Supermarkt des Jahres 2026 - Nominierte und Gewinner

Im Heft

Regional-Star 2025 - Die Nominierten