Saisonware Schoko-Weihnachtsmänner kosten bis zu 25 Prozent mehr

Weihnachtssüßigkeiten verteuern sich 2025 deutlich. Schoko-Weihnachtsmänner kosten bis zu 25 Prozent mehr, Lebkuchenherzen sogar bis zu 60 Prozent. Verbraucher greifen deshalb häufiger zu Sonderangeboten.

Freitag, 07. November 2025, 09:39 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Schoko-Weihnachtsmänner versüßen die Adventszeit. Die Freude wird in diesem Jahr jedoch getrübt. Bildquelle: Getty Images

Weihnachtssüßigkeiten wie Schoko-Weihnachtsmänner, Dominosteine und Lebkuchenherzen kosten in diesem Jahr deutlich mehr als 2024. Das zeigt eine Auswertung der Vergleichsapp Smhaggle für die Deutsche Presse-Agentur. Schoko-Weihnachtsmänner verteuerten sich je nach Marke und Größe um bis zu 25 Prozent, in manchen Fällen sogar um zwei Drittel. Ein 70 Gramm schwerer Vollmilch-Weihnachtsmann eines großen Markenherstellers liegt derzeit bei 3,99 Euro, während vergleichbare Artikel anderer Hersteller mit mehr Packungsinhalt 2,99 Euro kosten.

Auch andere Saisonprodukte verteuerten sich kräftig. Der Preis für eine 250-Gramm-Packung Dominosteine liegt rund 25 Prozent höher als im Vorjahr. Für 300 Gramm gefüllte Lebkuchenherzen zahlen Verbraucher bis zu 60 Prozent mehr. Beide Produkte kosten nun deutlich mehr als drei Euro pro Stück, egal ob Markenartikel oder Eigenmarke. Bereits im Vorjahr hatten sich viele Süßwaren verteuert.

Smhaggle verglich die dominierenden Regalpreise bei großen Handelsunternehmen. Regional und in von Kaufleuten geführten Märkten können sie abweichen. Sonderangebote sind nicht Teil der Untersuchung. „Da die Saison erst angelaufen ist, könnten sich die Preise noch ändern“, zitierte die Agentur den Geschäftsführer Sven Reuter in der Mitteilung.

Süßwarenindustrie verweist auf hohe Kakaopreise

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie teilte auf Nachfrage mit, dass die Endverbraucherpreise der Einzelhandel festlege, nicht die Hersteller. Der Kakaopreis habe zwar nachgegeben, liege aber immer noch doppelt bis dreimal so hoch wie vor drei Jahren. Der Kakaopreis an den Rohstoffbörsen war im vergangenen Jahr infolge von schlechten Ernteerwartungen stark gestiegen, inzwischen ist er wieder etwas gesunken.

Zahlen des Marktforschungsunternehmens NIQ zeigen, dass bis Mitte Oktober in Deutschland etwa 10 Prozent weniger Weihnachtssüßwaren verkauft worden sind als im Vorjahr. Wegen gestiegener Preise liegen die Umsätze etwa auf demselben Niveau. Stark gestiegen ist der Anteil der Produkte, die im Sonderangebot gekauft werden. 2024 seien es zu diesem Zeitpunkt 46 Prozent gewesen, aktuell 66 Prozent, sagte NIQ-Experte David Georgi.

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