Der Lieferdient Wolt positioniert sich im Zuge der Diskussion um die Arbeitsbedingungen bei den Lieferdiensten. Er reagiert damit auf Berichterstattung der Lebensmittel Praxis. Die Amtschefkonferenz der 102. Arbeits- und Sozialministerkonferenz hatte im Oktober empfohlen, dass die Lieferdienste ihre Beschäftigten zukünftig direkt anstellen müssen. Die Minister wollen Ende November final entscheiden.
Verlässliche und faire Rahmenbedingungen für alle
Faire und transparente Regulierung ist aus Sicht von Wolt wichtig – aber pauschale Verbote seien nicht zielführend, insbesondere dann, wenn sie nur einzelne Branchen betreffen würden. Entscheidend sei eine praxisgerechte Umsetzung der EU-Plattformarbeitsrichtlinie, die allen Beteiligten verlässliche und faire Rahmenbedingungen bieten solle.
Ziel muss es nach Auffassung von Wolt sein, dass sektorübergreifend klare und rechtssichere Regeln geschaffen werden, die gute Arbeitsbedingungen mit flexiblen, modernen Beschäftigungsformen in Einklang brächten.
„Vielfalt moderner Formen der Zusammenarbeit erhalten“
Wolt steht nach eigener Darstellung für faire Zusammenarbeit mit allen Partnern und sieht in der EU-Plattformarbeitsrichtlinie eine Chance, Rechtssicherheit zu stärken – vorausgesetzt, sie erhalte die „Vielfalt moderner Formen der Zusammenarbeit“. Wolt bringe sich konstruktiv und proaktiv in die Debatte ein – unter anderem mit dem jährlichen Algorithmic Transparency Report, der Einblick in den Einsatz der Wolt-Algorithmen gegenüber Konsumenten, Händlern und Kurieren gebe.
