Getränkehandel Getränke Hoffmann will gemeinsamen Einkauf mit Edeka

Die Firma Getränke Hoffmann, Deutschlands größter Getränkefacheinzelhändler, will künftig mit Edeka beim Einkauf kooperieren. Die Unternehmen möchten das Warenangebot internationaler und überregionaler Getränke-Lieferanten gemeinsam beschaffen. 

Dienstag, 22. Juli 2025, 12:57 Uhr
Thomas Klaus
Punktuelle Zusammenarbeit: Getränke Hoffmann und Edeka reichen sich die Hand. Aber die Kartellbehörde muss noch zustimmen. Bildquelle: Getty Images

Deutschlands größter Getränkefacheinzelhändler, Getränke Hoffmann, plant eine Einkaufskooperation mit dem Lebensmittelhändler Edeka. Dies teilte Getränke Hoffmann mit. Die Unternehmen wollen das Warenangebot internationaler und überregional tätiger Getränke-Lieferanten künftig gemeinsam einkaufen. Lokal und regional agierende Lieferanten sollen weiterhin wie gehabt jeweils individuell verhandelt werden.

Reaktion auf zunehmenden Wettbewerbsdruck

Mit diesem Schritt reagiert die Fachmarktkette nach eigener Darstellung auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck im deutschen Getränkemarkt. „Getränkefachmarkt-Betreiber wie wir arbeiten in einem hoch kompetitiven Wettbewerbsumfeld, in dem der Preis für eine Kiste Bier oder Mineralwasser immer mehr zu dem wesentlichen Hebel für Markterfolg wird“, erklärte Mario Benedikt, Geschäftsführer der Getränke Hoffmann Gruppe.

Besondere Rolle der Fachmärkte für Getränkevielfalt

Die Kooperation, die noch unter dem Vorbehalt der Kartellamtsfreigabe steht, soll den Getränkefachmarkt langfristig zukunftsfähig machen. Getränke Hoffmann sieht die Fachmarktschiene beim Einkauf oft strukturell benachteiligt. Durch die Zusammenarbeit mit Edeka will das Unternehmen wettbewerbsfähige Konditionen erzielen und damit konkurrenzfähige Preise anbieten.

Benedikt betonte die besondere Rolle der Getränkefachmärkte für die Getränkevielfalt und das Mehrwegsystem in Deutschland. „Anders als andere Handelsformate konzentrieren wir uns auf eine Warengruppe – Getränke. Diese können wir in unseren Filialen in ihrer ganzen Breite abbilden“, so Benedikt. Dies sei besonders wichtig für kleinere, regionale Getränkehersteller und das Mehrwegsystem.

Getränke Hoffmann und Edeka bleiben Mitbewerber

Getränke Hoffmann und Edeka bleiben in allen Fragen des Vertriebs und der Vermarktung unabhängig voneinander. „Wir sind und bleiben Wettbewerber, die sich im Kampf um Marktanteile und Verbraucher nichts schenken werden“, betonte Benedikt.

Getränke Hoffmann betreibt nach eigenen Angaben rund 600 Filialen in zwölf Bundesländern und beschäftigt etwa 2.000 Mitarbeiter. Das Sortiment umfasst rund 11.400 Artikel.

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