Die Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt trotz leichter Verbesserung auf niedrigem Niveau. Der Konsumklima-Indikator steigt für Juni 2025 um 0,9 Punkte auf minus 19,9 Zähler, wie das Marktforschungsinstitut GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) mitteilten.
Die Sparneigung der Verbraucher nahm im Mai zu und stieg um 1,6 Punkte auf 10,0 Zähler. „Das Niveau der Konsumstimmung bleibt überaus niedrig und die Verunsicherung der Verbraucher weiterhin hoch“, erklärte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl in der Mitteilung. Die Menschen hielten es nach seinen Worten für ratsam, angesichts der Wirtschaftslage zu sparen.
Die Einkommenserwartungen der Verbraucher verbesserten sich zum dritten Mal in Folge. Der Indikator stieg um 6,1 Punkte auf 10,4 Zähler – den höchsten Stand seit Oktober 2024. Zu dieser Entwicklung trugen nach Angaben von GfK die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst mit Lohnsteigerungen von 3 Prozent für 2025 und 2,8 Prozent für 2026 bei. Auch die moderate Inflationsrate von 2,1 Prozent im April stützte die Einkommenserwartungen.
Die Anschaffungsneigung sank dagegen im Mai um 1,5 Punkte auf minus 6,4 Zähler. Die Konjunkturerwartungen erreichten mit einem Plus von 5,9 Punkten auf 13,1 Zähler den höchsten Wert seit April 2023. Der Sachverständigenrat rechnet für 2025 allerdings mit einer Stagnation der deutschen Wirtschaft. Erst 2026 soll das Wachstum wieder 1 Prozent erreichen.
