Außenhandelspreise Importpreise für Nahrungsmittel steigen um fast 10 Prozent

Die Preise für importierte Nahrungsmittel sind im April 2025 deutlich gestiegen. Besonders stark verteuerten sich Fruchtsäfte und Süßwaren. Die Gesamtimportpreise sanken dagegen erstmals seit Monaten.

Mittwoch, 28. Mai 2025, 09:42 Uhr
Theresa Kalmer
Zwar sind die Importpreise insgesamt leicht gesunken, bei Nahrungsmitteln legten sie im Vergleich zum Vorjahr jedoch zu. Bildquelle: Getty Images

Die Importpreise für Nahrungsmittel sind im April 2025 um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Besonders stark verteuerten sich Apfelsaft mit plus 38,8 Prozent und Orangensaft mit plus 33 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Auch für Rindfleisch mussten die Importeure 32,3 Prozent mehr bezahlen. Schokolade und andere Süßwaren verteuerten sich um 33,9 Prozent.

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen im April 6,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Rohkaffee kostete 53,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dagegen verbilligten sich lebende Schweine um 12,4 Prozent und Speisezwiebeln um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber März 2025 zogen die Preise für Speisezwiebeln allerdings um 18,5 Prozent an, die für lebende Schweine um 15,3 Prozent.

Die Exportpreise für Nahrungsmittel stiegen ebenfalls deutlich. Kaffee wurde zu 52,9 Prozent höheren Preisen exportiert als im April 2024. Butter und andere Fettstoffe aus Milch kosteten 26,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Die Importpreise insgesamt sind im April erstmals seit Monaten gesunken. Die Einfuhrpreise lagen um 0,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Im März 2025 waren sie noch um 2,1 Prozent gestiegen. Den größten Einfluss auf den Rückgang hatte die Entwicklung der Energiepreise. Diese lagen im April 11,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Besonders deutlich verbilligten sich rohes Erdöl mit minus 25,3 Prozent und Steinkohle mit minus 23,1 Prozent.

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